22
Jul

Der neue Geberit Planer-Chat im Praxistest

Mit seinem neuen Planer-Chat reagiert Geberit auf veränderte Suchgewohnheiten von Bauingenieuren und Architekten. Hinter dem Chat-Angebot steht u.a. Jürgen Greiner (nicht im Bild), der als Experte aus dem Bereich Sanitärtechnik anstehende Fragen von Planern beantwortet. Foto: Geberit

Fachartikel

Des Architekten Tageswerk ist die Suche nach der normengerechten, funktionierenden, nachhaltigen Lösung für seine spezielle Bauaufgabe. Jedes Gebäude, jede Bauplanung ist, allen Standardisierungsbemühungen zum Trotz, immer ein Prototyp. Schon während der ersten Planungsideen und den Vorentwürfen ändern sich gegebenenfalls die rechtlichen Voraussetzungen oder auch die Wünsche des Bauherrn.

Planen ist ein hochkomplexer Vorgang, dessen Ergebnisse immer wieder neu hinterfragt werden müssen. Da die Aufgaben, die man dem Architekten und Bauingenieur überträgt, in der Regel eine mehrjährige Auseinandersetzung mit dem Planungsthema bedingen, ist es kein Wunder, wenn jede Detailplanung an einem millionenteuren Objekt dauerhaft rechtlich abgesichert sein und nachträglich prüfbar sein muss.

geberit experten chat planer chat 03
Lösungsvorschlag aus dem Geberit-Chat. Aus dem GIS-Installationssystem lässt sich ein Raumteiler konstruieren, an der eine Kücheninstallation statisch sicher befestigt werden kann, wenn zum Beispiel Gipswandbauplatten keinen tragfähigen Untergrund bilden.

 

Architekten und Planer haben sich bei ihrer Arbeit an die viel zitierten allgemein anerkannten Regeln der Technik zu halten. Diese sind aber keine Konstante, sondern ändern sich auch während des Planungsprozesses. Diese müssen noch nicht einmal mit den DIN- oder EN-Normen übereinstimmen, denn Normen sind eigentlich technische Regelungen mit Empfehlungscharakter, die im Einzelfall den allgemein anerkannten Regeln der Technik nicht entsprechen müssen. Wird eine Planung dem veränderten Stand der allgemein anerkannten Regeln der Technik nicht angepasst, gilt diese im Zeitpunkt der Abnahme grundsätzlich als mangelhaft.

Seien wir ehrlich, niemand schafft es, in diesem Dschungel an rechtlichen Voraussetzungen eine sichere Orientierung zu behalten. Zum Glück gibt es Fachleute, die dem ratsuchenden Planer zur Hand gehen.

Früher waren es die Architektenordner die halfen, eine Planungsidee bis ins Detail voranzubringen. Das Internet hat diese bewährte Institution fast vollständig ersetzt. Die Planer haben sich daran gewöhnt, dass ihre technischen Fragen zuverlässig und vor allem schnell online beantwortet werden, denn sie stehen unter hohem Planungs- und Zeitdruck.

Vor kurzem haben wir in der Architekturzeitung berichtet, dass der Sanitärexperte Geberit einen Planer-Chat anbietet, der Hilfe bei schwierigen Planungsfragen verspricht. Wir haben uns den Chat angesehen und mit dem dort von uns kontaktierten Experten ein konkretes planerisches Problem besprochen.

Der Vorteil des Chats gegenüber dem Telefonat hat sich schnell heraus kristallisiert. Zwar ist die Kommunikation per Telefon flüssiger und direkter, hat aber entscheidende Nachteile. Am Telefon besprochene Details müssen als Grundlage für die weitere Planung rechtssicher dokumentarisch verfasst und hinterlegt werden. Auch die E-Mail hat ihre Schwächen, ist sie doch im Allgemein für den direkten und schnellen Dialog ungeeignet.

Bildschirmkopie aus dem Datenblatt, das während des technischen Chats per Link vom Experten übergeben wurde.
Bildschirmkopie aus dem Datenblatt, das während des technischen Chats per Link vom Experten übergeben wurde.

 

Wir erlebten im Online-Dialog mit Jürgen Greiner, Berater bei Geberit, einen Experten, der zu jeder Frage eine fundierte Antwort wusste, die er zudem mit einem direkten Link zum passenden Datenblatt oder Planungsvorschlag hinterlegte. Er ist einer von drei Sanitärfachleuten des Unternehmens, die werktags zu üblichen Bürozeiten erreichbar sind. Die Antworten von Jürgen Greiner kamen schnell, die Links zu weiteren Informationen waren direkt prüf- und einsehbar. Während der Unterhaltung ergaben sich weitere Fragen, die immer mehr ins planerische Detail reichten und final zu einer anwendbaren Lösung führten.

Für ein mehrgeschossiges Wohnhaus mit inneren Trennwänden aus Gipswandbauplatten suchten wir eine technische Lösung für die anstehende Sanierung dieses Mehrfamiliengebäudes. Bezüglich der Neuinstallation von Innentoiletten und Bädern wurde eine tragfähige, statisch auskömmliche Unterkonstruktion gesucht. Da Gipswandbauplatten nur eingeschränkt tragfähig sind, hinterfragten wir die Möglichkeiten des Installationssystems GIS, einem innovativen Installationssystem, das alle Vorteile des Trockenbaus aufweist und gleichzeitig auch als Sanitärwand die komplette Technik und Verrohrung aufnehmen kann. Auf unsere Nachfrage bestätigte Jürgen Greiner, dass GIS auch als tragende Unterkonstruktion für Küchen geeignet ist und belegte diese Äußerung mit einer konkreten Planungsanleitung.

Unser Fazit: Der Geberit-Chat hat uns in kurzer Zeit eine technische Lösung für ein planerisches Problem aufgewiesen, einschließlich aller technischen Unterlagen und den passenden Vorschlägen für die Ausschreibung. Von großem, nicht zu unterschätzenden Vorteil, ist die Tatsache, dass sich der vollständige Chat mit dem Experten auf einfache Art dokumentieren und abspeichern lässt. Der fragende Planer oder Architekt kann sich den kompletten Dialog eigenständig per Mail zusenden und in seinen Planungsunterlagen nachvollziehbar hinterlegen. Die gespeicherten Unterlagen können, unter Zuhilfenahme der Planungsmethode BIM über die komplette Nutzungsdauer eines Gebäudes verfügbar bleiben. Besser kann man den Planungsprozess nicht dokumentieren.

Geberit Experten-Chat: www.geberit.de/architektenservice/


Anzeige AZ-GC1-728x250 GAS

Fotos: Serge Ferrari/Fotograf Cédric Widmer

Projekte (d)

Albert Kahns Fabrikarchitektur wurde früh zum Wahrzeichen der industriellen Massenproduktion.Foto: FH Münster/Fachbereich Architektur

Fachliteratur

Blick von der Zufahrt auf die Südfassade von Schloss Kummerow.

Fassade

Robotergesteuerte Super Spacer Applikation bei XXL-Isolierglaseinheiten. Foto: Rene Müller

Fassade

Makroaufnahme des Prototypen des innovativen Sonnenschutzes: Durch Spannung entstehen Öffnungen, die Licht durchlassen. Fotografin: Sandra Junker / TU Darmstadt

Fassade

Der Gewinnerentwurf des neuen Technologie-Zentrums auf dem Gelände der Firmenzentrale von Giesecke+Devrient stammt vom Architektenbüro HENN. Quelle G+D

Projekte (d)

Der Klinkerpavillon ist das neue Wahrzeichen vor dem Ausstellungszentrum des Hagemeister Ziegelwerks. Mit einer Verbindung aus Ziegel, Carbontextil sowie Betonmörtel konnte eine tragfähige „Schale“ mit einer weiten Auskragung realisiert werden. Foto: Karl Banski

Hochbau

Berg- und Talstation sind mit Annexbauten ausgestattet, die dem Besucher einen Zusatz an Komfort bieten. Die Mittelstation hingegen ist sehr puristisch, was den Blick freigibt auf die schöne Glaskonstruktion. Foto: Glas Marte

Fassade

Das von der Bausparkasse Schwäbisch Hall ins Leben gerufene und durch Deutschland tourende Wohnglück-Smarthaus soll zeigen, wie komfortabel es sich auf 25 Quadratmetern lebt. Eines der ausgewählten Produkte ist das WASHLET RX von TOTO. Das zeitlos-elegante Design, wie es für das japanische Unternehmen TOTO charakteristisch ist, ist für kleine Grundrisse geradezu prädestiniert. Auf Komfort muss nicht verzichtet werden – im Gegenteil. Foto: Studioraum

Gebäudetechnik

Die neue Stadtvilla greift die Elemente einer klassischen Gründerzeitvilla bewusst auf und interpretiert sie neu. Foto: Udo Schönewald

Hochbau

Mit der Versiegelung StoCryl BF 750 ermöglicht StoCryl BF 700 eine rutschhemmende Oberfläche und somit sichere Begehbarkeit. Bild: StoCretec

Innenausbau

Anzeige AZ-C1a-300x250 R8

Anzeige AZ-C1b-300x600 R8
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen