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So, Jun

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Brandschutzwissen für den Architekten

Fachartikel

 

Die Kernkompetenz der ORCA Software GmbH ist es, ausschreibende Planer durch die Leistungsphasen der HOAI im Planungsprozess zu führen. Mit der Software ORCA AVA und dem Portal AUSSCHREIBEN.DE sind Architektur- und Ingenieurbüros, Unternehmen und Behörden in allen Phasen von der ersten Kostenschätzung bis zur Objektbetreuung bestens unterstützt. Nun lanciert ORCA einen neuen, kostenfreien Service für die effiziente Erstellung von Leistungsverzeichnissen: die Serie WHITEPAPER TECHNIK.

Um sich im Dickicht der anerkannten Regeln der Bau- und Gebäudetechnik schneller zurechtzufinden, weist jedes Whitepaper den Weg durch ein spezifisches Fachgebiet. Die übersichtliche und kompakte Darstellung macht es leicht, das Whitepaper als erste Informationsquelle zu nutzen. Der Autor Mag.Ing. Franz Dam ist seit über 25 Jahren auf dem Gebiet der Bauausschreibung tätig, mit seinem Expertenwissen berät er Unternehmen zur Leistungsphase 6 der HOAI. Seit 2016 ist er Partner der ORCA Software, die mit ihm zusammen die Idee der Serie entwickelte und nun als Multiplikator seines Wissens wirkt.

Jedes Whitepaper dient als erstes Nachschlagmedium, als technische Referenz oder als Kurz-Leitfaden. Die inhaltliche Ausrichtung liegt weniger auf den Planungsgrundlagen, sondern auf dem aktuellen Regelwerk, einschließlich der ATV-Normen, und auf den für die korrekte Ausschreibung benötigten Begriffen, Techniken und Hintergründen.

Nachfolgend ein Überblick über das Whitepaper zum Brandschutz:

Technische Baubestimmungen

Die wichtigsten Brandschutzvorschriften, die Landesbauordnungen, basieren auf der Musterbauordnung (MBO) des Bundes. Die MBO wiederum verweist auf die Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB), welche für den Brandschutz von zentraler Bedeutung ist.

Schutzziele

Im Zuge der Brandschutzplanung wird ein Brandschutzkonzept erstellt, in dem die allgemeinen Schutzziele Berücksichtigung erfahren müssen. Diese werden vom Gesetzgeber, von den Versicherungen und von den Gebäudenutzern aufgrund der jeweils spezifischen Interessenlage anders definiert. Während der Gesetzgeber insbesondere Personenschutz, Nachbarschutz und Umweltschutz im Auge hat, sind Versicherer und Nutzer auch an Sachschutz, Produktionssicherheit, Arbeitsplatzsicherung und Sicherheit von Lagergut und Daten interessiert.

Brandschutznachweis und Klassifizierungen

Der Brandschutznachweis sollte die Begriffe der Bauordnungen verwenden. Beispielsweise fb für feuerbeständig, und nicht F90A.
In den auf die Genehmigungsplanung folgenden Planungsschritten und in der Ausschreibung werden daraufhin aber meist die Klassifizierungen der nationalen (DIN 4102) oder europäischen Norm (DIN EN 13501) angewendet: z.B. F 90-AB oder REI 90.
Bei der Klassifizierung von Bauteilen muss nicht nur der Feuerwiderstand, sondern auch das Brandverhalten der im Bauteil befindlichen Bauprodukte berücksichtigt werden. In den Landesbauordnungen werden die Baustoffe brandschutztechnisch unterschieden nach nb – nichtbrennbar, se – schwerentflammbar, ne – normalentflammbar.

Feuerwiderstandsklassen von Bauteilen

In den Landesbauordnungen werden Bauteile brandschutztechnisch dreifach nach Feuerwiderstandsklassen unterschieden.

fh – feuerhemmend (etwa F30): es können überall brennbare Baustoffe verwendet werden.

hf – hochfeuerhemmend (etwa F60): tragende und aussteifende Teile müssen meist aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen. Eine nichtbrennbare Bekleidung von brennbaren tragenden Bauteilen ist jedoch möglich.

fb – feuerbeständig (etwa F90): tragende und aussteifende Teile müssen aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen und raumabschließende Bauteile müssen eine in Bauteilebene durchgehende Schicht aus nichtbrennbaren Baustoffen besitzen.

Die Zuordnung von feuerhemmend, hochfeuerhemmend und feuerbeständig zu F30 / F60 / F90 sowie REI30 /REI60 / REI90 nach der europäischen Normierung ist oftmals schwierig und nicht ohne Tücken. Zusatzbezeichnungen wie nb für nichtbrennbar, oder wesentliche Teile A2-s1,d0 werden angewendet, um die Anforderungen der Bauordnungen zu erfüllen.

Zum WHITEPAPER TECHNIK Brandschutz:
info.ausschreiben.de/brandschutz


Bislang wurden die zwei Gebäude des Mozarteums nur unzureichend miteinander verbunden. Foto: Andrew Phelp

Fassade

Erkennungsmerkmal gelber Deckel: Die neue, prämierte Kiesfang-Generation von Sita. Überraschend funktionelles Design für eine optimierte Ablaufleistung und eine schwerelose Wartung.

Gebäudetechnik

Tamara Goehringer, Leuchtturm: Llorando se fue or Hunting High or Low. Bildquelle: 2023, Tamara Goehringer / Kunstverein Friedrichshafen. Fotograf: Dominik Dresel

Termine

Im Falle des Quartiers „Buchholzer Grün“ in Hannover wurden von insgesamt 70.000 m2 gerade einmal 32.000 m2 bebaut – der Großteil der Gebäude in KS-Bauweise. Die daraus resultierende Lebensdauer der Gebäude von weit über 100 Jahren macht das Quartier nicht nur aus stadtplanerische, sondern auch aus konstruktiv-nachhaltiger Sicht zukunftsfähig. Olaf Mahlstedt / KS-Original

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Die funktionsgetrennte KS-Bauweise am Beispiel eines einschaligen Mauerwerks mit einem WDVS. Die grauen KS-Wärmedämmsteine am Wandfußpunkt sorgen für die dauerhafte Minimierung von Wärmebrücken. Bild: Thomas Popinger | KS-ORIGINAL

Fachartikel

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Beleuchtung

Aufgebrochen und zusammengefügt: Die Wand- und Deckenscheiben des „Floating Wall House“ erzeugen spannungsvolle Beziehungen und schaffen ungewohnte Blickrichtungen. Bildquelle: Sto SE & Co. KGaA

Fassade

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