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So, Jun

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Das Prinzip WikiHouse

Studierende beim Aufbau eines WikiHouse-Elements im Open Innovation Lab nach dem Fräsen. Bildquelle: WikiHouse.studies+

Fachartikel

»WikiHouse.studies+« wurde im Wintersemester 2022/2023 von den Professoren Oliver Fritz und Stefan Krötsch auf der Grundlage des WikiHouse-Systems ins Leben gerufen, um Systemhierarchien und Adaptionsfähigkeiten des Open-Source-Prinzips zu erforschen und weiterzuentwickeln. Die Anwendbarkeit auf unterschiedliche Gebäudetypologien war ebenso Bestandteil der Aufgabe, wie die Ausarbeitung systematischer, struktureller und baukonstruktiver Details.

Letzte Schritte im Aufbau des WikiTrägers im Maßstab 1:9. Bildquelle: WikiHouse.studies+
Letzte Schritte im Aufbau des WikiTrägers im Maßstab 1:9. Bildquelle: WikiHouse.studies+


Bei einem WikiHouse werden alle Bestandteile mithilfe von digitalen Fertigungsverfahren hergestellt und können somit ohne Kräne und Einsatz komplexer Maschinen gebaut werden. Dies hat zur Folge, dass alle Teile für die Konstruktion auf jeder geeigneten computergesteuerten Fräsmaschine an jedem beliebigen Ort der Welt hergestellt und im weiteren Verlauf ohne großen finanziellen und organisatorischen Aufwand vor Ort zusammengebaut werden können.

Als Herausforderung galt für eine der fünf Gruppen hierbei, die Modularität und dadurch simple Montage für demokratisiertes Bauen möglichst beizubehalten. Eine Besonderheit des modifizierten WikiHouse-Systems besteht darin, dass der gesamte Innenausbau nicht durch mechanische Verbindungen oder Verklebungen montiert werden muss, vielmehr unabhängig von herkömmlichen Methoden funktioniert. Damit kann der WikiHouse-Gedanke nicht nur in den Außenwänden, sondern auch im gesamten Innenausbau umgesetzt werden. Zudem beschäftigte sich ein weiteres Team intensiv mit Themen der Abdichtung und der Dämmebene im WikiHouse.

Vorstellung des modularen Systems für den Innenausbau. Bildquelle: WikiHouse.studies+
Vorstellung des modularen Systems für den Innenausbau. Bildquelle: WikiHouse.studies+


Die bislang entstandenen Konzepte, die während der vergangenen beiden Semester in verschiedenen Arbeitsgruppen im Rahmen des Forschungsprojekts erarbeitet wurden, zeigen eine ganze Reihe von Möglichkeiten, wie das WikiHouse weiterentwickelt und in verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt werden könnte. Im Rahmen von Modellbaustudien der WikiHouse-Bausteine zum Thema Licht entwarf eine Gruppe sakral anmutende Lichtstimmungen. Daraus entwickelte sich die Idee, eine WikiKapelle zu entwerfen, die zeigt, dass sakrale Räume durchaus in diesem Prinzip vorstellbar sind. Eine andere Gruppe beschäftigte sich mit der Generierung einer parametrischen Schalenkonstruktion unter den Rahmenbedingungen des WikiHouse-Systems. Ein weiteres Team entwickelte ein weit spannendes Hallentragwerk.

Studierende im Gespräch über eine neue und verbesserte Variante des Klemmsystems. Bildquelle: WikiHouse.studies+
Studierende im Gespräch über eine neue und verbesserte Variante des Klemmsystems. Bildquelle: WikiHouse.studies+


Bis zum Sommer 2024 möchte die Projektgruppe mehrere 1:1-Modelle ihrer Konzepte auf dem HTWG-Campus und in der Stadt umsetzen. Hierzu ist das Team bereits in Kontakt mit der Stadt Konstanz und der HTWG. Zudem könnte die Teilnahme an einem Ideenwettbewerb die Forschung an der HTWG weiter vorantreiben.

Eine ausführliche Dokumentation der Arbeitsergebnisse und des aktuellen Forschungsstandes liefert die von den Studierenden aufgebaute Internetseite www.wikihousestudies.de, über den sich der weitere Weg des Teams verfolgen lässt.

Beteiligte Studierende: T. Baumann, C. Flaig, S. Messmer, D. Pelz, K. Raabe, F. Sachse, M. Stemmler, L. Beier, C. Huber, A. Kühnemund, C. Heubach, R. Baur, T. Frank, M. Gsell, C. Nguyen, S. Weißer, J. Braun


Bislang wurden die zwei Gebäude des Mozarteums nur unzureichend miteinander verbunden. Foto: Andrew Phelp

Fassade

Erkennungsmerkmal gelber Deckel: Die neue, prämierte Kiesfang-Generation von Sita. Überraschend funktionelles Design für eine optimierte Ablaufleistung und eine schwerelose Wartung.

Gebäudetechnik

Tamara Goehringer, Leuchtturm: Llorando se fue or Hunting High or Low. Bildquelle: 2023, Tamara Goehringer / Kunstverein Friedrichshafen. Fotograf: Dominik Dresel

Termine

Im Falle des Quartiers „Buchholzer Grün“ in Hannover wurden von insgesamt 70.000 m2 gerade einmal 32.000 m2 bebaut – der Großteil der Gebäude in KS-Bauweise. Die daraus resultierende Lebensdauer der Gebäude von weit über 100 Jahren macht das Quartier nicht nur aus stadtplanerische, sondern auch aus konstruktiv-nachhaltiger Sicht zukunftsfähig. Olaf Mahlstedt / KS-Original

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Die funktionsgetrennte KS-Bauweise am Beispiel eines einschaligen Mauerwerks mit einem WDVS. Die grauen KS-Wärmedämmsteine am Wandfußpunkt sorgen für die dauerhafte Minimierung von Wärmebrücken. Bild: Thomas Popinger | KS-ORIGINAL

Fachartikel

Park Associati und Deltalight haben eine aufsehenerregende Leuchte entwickelt, die jedem Architekturprojekt bei all ihrer Einfachheit Dynamik verleiht. Nebbia vereint intuitives Design und Lichttechnologie in Spitzenqualität. Bildquelle: Delta Light

Beleuchtung

Aufgebrochen und zusammengefügt: Die Wand- und Deckenscheiben des „Floating Wall House“ erzeugen spannungsvolle Beziehungen und schaffen ungewohnte Blickrichtungen. Bildquelle: Sto SE & Co. KGaA

Fassade

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