18
Dez

Kindertagesstätte St. Wendel von Annette Werle Architekten

Außenraum

Die Lebenshilfe St. Wendel e.V. wurde bereits Mitte der 60er Jahre von 45 engagierter Bürger aus dem saarländischen St. Wendel gegründet. Sie hatten sich von Beginn an das Ziel gesetzt, Menschen mit Behinderung sowie entwicklungsverzögerte Kinder pädagogisch zu unterstützen und in die Gesellschaft einzugliedern. Nach schwieriger Anfangszeit entwickelte sich das Unternehmen kontinuierlich weiter. Heute kümmern sich über 600 Mitarbeiter um die Betreuung von 1.200 Personen. Neben der Förderung von geistig und körperlich Behinderten macht heute die Kinder- und Jugendbetreuung einen Großteil der Tätigkeiten in der Lebenshilfe St. Wendel aus. In diesem Bereich zählen eine integrative Kindertagesstätte mit angeschlossener Krippe, die Jugendberufshilfe, Tagesförderung sowie ein Dienst zur Familienentlastung zum Angebot. Inzwischen wurde auch eine physiotherapeutische Praxis eingerichtet.

Die Vielzahl der Angebote bindet nicht nur einen Großteil der Mitarbeiter; durch die Anerkennung der Einrichtung weit über die Stadtgrenze hinaus steigt die Zahl der zu betreuenden Personen kontinuierlich an. Besonderer Beliebtheit erfreut sich bereits seit einiger Zeit die integrative Kindertagesstätte, die von behinderten und nicht behinderten Kindern zusammen besucht wird. Hier lernen sie gemeinsam, verbringen ihre Freizeit und werden in ihren Talenten gefördert. Durch die stetig steigenden Anmeldezahlen kam es zuletzt zu massiven Platzproblemen, sodass die Verantwortlichen der Lebenshilfe bald über einen Neubau nachdachten, der Kindertagesstätte, Krippe und andere Einrichtungen in einem Gebäudekomplex zusammenfassen sollte.

Ein passendes Baugrundstück bot sich in direkter Nachbarschaft zur bereits bestehenden Tagesförderungsstätte. Hier entstand ein zweigeschossiger, vielfach gegliederter Gebäudekomplex, in dem alle benötigten Fachbereiche der KITA untergebracht werden konnten. Das Haus bietet Platz für sechs Kindergartengruppen; außerdem wurde eine Großküche integriert, die die Essensversorgung für sämtliche angegliederten Einrichtungen sicherstellt.

Darüber hinaus beherbergt die neue Kindertagesstätte eine Sporthalle für die zu betreuen-den Menschen der Gesamteinrichtung, sowie eine spezielle ergo- und physiotherapeutische Einrichtung. Direkt neben dem Gebäude ergänzt ein großer Spielplatz mit Klettergerüsten aus Holz, einem Pavillon sowie zahlreichen Spielgeräten den großen Außenbereich zum Spielen und Toben. Selbstverständlich wurde die gesamte Anlage barrierefrei ausgeführt, damit auch die Rollstuhlfahrer überall Zugang finden. Das Gebäude selbst sticht durch seine Außenwände in kräftigen Grüntönen ins Auge. Einen zusätzlichen Blickfang bietet ein Teil der Fassadengestaltung mit großflächigen Verkleidungselementen in schwarz und weiß, die an ein Schachbrett oder ein Kreuzworträtsel erinnern.

Mit der Konzeption der Außenanlage wurde das Architektenteam Annette Werle aus St. Wendel beauftragt. Die Planer setzten bei der Befestigung der Flächen rund um die Kindertagesstätte auf das »Vianova«-Pflaster von KANN, das in verschiedenen Grautönen im Läuferverband eingebaut wurde. Um eine möglichst hohe Trittsicherheit zu gewährleisten, wählte man Steine mit kugelgestrahlter Oberfläche. In Anlehnung an die benachbarte Fassade mit dem schwarz-weißen Schachbrettmuster wird die Pflasterfläche in unregelmäßigen Abständen vom großformatigen quadratischen Pflaster »Vianova Maxx« in anthrazit unterbrochen. So wird nicht nur die Regelmäßigkeit des Läuferverbandes aufgelockert; auch die Gestaltung der Fassade findet damit eine entsprechende Korrespondenz. Unter einem Durchgang, der in den Hofbereich führt, geht die hellgraue »Vianova«-Pflasterung in eine Fläche im Farbton basananthrazit über, an den sich wiederum eine Fläche aus Vianova Maxx im Farbton grau mit betonglatter Oberfläche anschließt. Hier wurden Langformate mit Abmessungen von 100 x 50 x 8 Zentimeter gewählt.

Der Bereich direkt vor der Eingangstür ist durch ein Beet mit verschiedenen Grünpflanzen abgetrennt, die ebenfalls die Farbgebung der Fassade aufnehmen. Der Eingangsbereich selbst erhielt eine Pflasterung mit den großformatigen »Vianova Maxx« im Farbton grau. Auf sämtlichen Zugangswegen rund um das Gebäude sowie auf der Rampe, die zum Spielplatz führt, kam wiederum das »Vianova«-Pflaster in polargrau zum Einsatz.

Das »Vianova-System« von KANN zählt zu den Klassikern der modernen Anlagengestaltung. In den letzten Jahren wurde es kontinuierlich erweitert. Hauptbestandteil der Serie sind die vielfältigen Pflasterformate. Die wassergestrahlten bzw. kugelgestrahlten Oberflächen bestehen aus Edelsplitten. Auf diese Weise erhält »Vianova« seine Farbbrillanz und ein hohes Maß an Trittsicherheit. Auch höhere Belastungen, zum Beispiel durch das Befahren mit Pkw, stellen für die Pflastersteine kein Problem dar. Für eine gute Verschiebesicherung sorgt der »KANNtec10«–Verschiebeschutz, der eine hohe Lagestabilität gewährleistet. Für optisch besonders weiträumig wirkende Lösungen bietet KANN die Großformat-Platte »Vianova Maxx« an. Die Platten bestechen nicht nur durch ihr außergewöhnliches Format, sondern auch durch ihre klaren Konturen. So entsteht der Eindruck einer großzügigen, unaufdringlichen Flächenbefestigung, die nur von wenigen Fugen unterbrochen wird. »Vianova Maxx« ist lieferbar mit wasser- oder kugelgestrahlter Oberfläche in den Formaten 80 x 80, 100 x 100 sowie 100 x 50 Zentimeter in den Farben zermattweiß, polargrau und basananthrazit. Darüber hinaus stehen die Platten mit betonglatter Oberfläche in grau und anthrazit zur Auswahl. Bei allen Platten beträgt die Dicke acht Zentimeter. Passend zu den Pflastersteinen werden Palisaden, Mauerscheiben, Blockstufen und Randsteine angeboten, die alle in Bezug auf ihr Oberflächendesign und ihre Farbgebung aufeinander abgestimmt sind. Weiterhin zählen Sitzblöcke zur Gestaltungsfamilie, die sich überall dort aufstellen lassen, wo besondere Akzente gesetzt werden sollen.

Das in der Außenanlage der Kindertagesstätte St. Wendel verwendete Betonpflastersystem »Vianova« zeigt, dass eine zeitgemäße und abwechslungsreiche Gestaltung auch mit Steinen in verschiedenen Grautönen möglich ist. Akzente setzen die Kombination von Normalformaten und Großformaten sowie eine Korrespondenz zwischen Pflasterfläche und Fassadengestaltung. Durch die Beschränkung auf die Graunuancierungen wird die Farbigkeit der Fassade unterstützt.

Bautafel

Objekt: Integrative Kindertages stätte der Lebenshilfe St. Wendel, 66606 St. Wendel

Bauherr: Lebenshilfe St. Wendel e.V., 66606 St. Wendel

Planung: Annette Werle Architekten, www.annettewerlearchitekten.de

Ausführung: Firma Castellana, 66564 Ottweiler

Lieferant: KANN GmbH, www.kann.de

Fotos: KANN GmbH, Bendorf


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