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Sep

Beleuchtung des neuen Dublin Terminal 2

 Beleuchtung des neuen Dublin Terminal 2 durch Wila Lichttechnik

Der Flughafen Dublin wurde um ein neues, dreigeschossiges Terminal erweitert, das einem Passagier-Aufkommen von 10 bis 15 Millionen Fluggästen pro Jahr unter nutzerfreundlichen Bedingungen gerecht werden soll. Bei dem Entwurf für das Gebäude ließen sich die Londoner Architekten Pascall+Watson von einer klaren Struktur leiten, die den Passagieren Komfort und eine leichte Orientierung bieten soll. Die intuitive Wegführung auf den Hauptachsen wird durch das Beleuchtungskonzept unterstützt.

Beleuchtung des neuen Dublin Terminal 2 durch Wila Lichttechnik

Mit 75.000 Quadratmeter Geschossfläche und einem Flugsteg von 25.000 Quadratmeter empfängt der neue Terminal T2 am Flughafen Dublin seine Passagiere. Seit Errichtung des Neubaus, der für 15.000 Fluggäste ausgelegt ist, darf sich der Airport zu den zehn größten Europas zählen. Das Baugelände, das unmittelbar an das bestehende Flughafengebäude T1 stößt, ist an drei Seiten von Gebäuden, an der vierten Seite von der Hauptzufahrtsstrasse zum T1 Terminal begrenzt. Aus einer gründlichen Analyse der Flächennutzung resultierte ein Entwurf mit zwei Baukörpern nördlich und südlich der Strasse, die von einer die Gebäude verbindenden Brücke überspannt wird. Über ihre reine Funktion hinaus stellt die Brücke auch visuell einen Zusammenhang zwischen den fließenden und sich verjüngenden Formen der Baukörper her, mit denen der Grundstücksituation unter der Prämisse einer hohen Tageslichtausbeute entsprochen wurde. Sowohl das zum Norden zeigende Gebäude mit Vorplätzen und 54 Check-In Schaltern als auch das An- und Abfluggebäude mit 19 Fluggastbrücken im Süden erlauben mit ihren Stahl-/Glasfassaden einen sehr hohen Tageslichteinfall und bieten außerdem großzügige Sichtbezüge nach draußen.

Beleuchtung des neuen Dublin Terminal 2 durch Wila Lichttechnik

In einer Passagier-Studie waren Pascall+Watson zu dem Ergebnis gekommen, dass Tageslicht in einem Flughafengebäude zu einem wesentlich angenehmeren Raumerlebnis beiträgt. Um auch im Kern der Gebäude gute Beleuchtungsniveaus mit natürlichem Licht zu erhalten, wurden die Dächer teilweise mit Deckenoberlichtern versehen. Über den am meist frequentierten Wegen im Ankunfts- und Abflugsbereich wurden in die Stahlstruktur der Dächer ganze Lichtbänder integriert, die den Orientierungssinn der Passagiere zugunsten einer intuitiven Wegfindung unterstützen sollen.

In den Bereichen Check-In, Abflug und Gepäckausgabe, in denen weniger Tageslicht vorhanden ist, wurde eine künstliche Beleuchtung geplant, die in ihrer Linearität ebenfalls eine wegweisende Funktion übernimmt. Die Leuchtengehäuse nehmen nicht nur die Lichtquelle, sondern auch Gebäudefunktionen wie Rauchmelder, Sprinklerköpfe und Lautsprecher auf. Mit dieser multifunktionalen Installation sollte der ruhige Gesamteindruck erhalten bleiben. Realisiert werden konnte diese Vorgabe mit 3-in-1 Multifunktions-Einbauleuchten von WILA. Das zwecks Vermeidung von Streulicht in der Zwischendecke lichtdicht ausgeführte, pulverbeschichtete Gehäuse nimmt die Gebäudefunktionen mittig auf. Diese werden an beiden Seiten von »E Connect« Einbauleuchten mit quadratischen Aluminium-Reflektoren flankiert. Jede WILA Leuchte ist mit 32 WAtt oder 42 Watt »TC-TELI« Lampen bestückt und mittels eines im Gehäuse integrierten »DALI-EVG« dimmbar. Fast 1.100 Leuchten des Iserlohner Herstellers kommen bei dieser komplexen, individuellen Lösung, die weit über das Thema Beleuchtung hinausgeht, zum Einsatz. Zusätzlich lieferte WILA knapp 1.100 Downlights der »E-Connect« Serie.

Beleuchtung des neuen Dublin Terminal 2 durch Wila Lichttechnik

Mit der Beleuchtung des spiralförmigen Treppenaufgangs im Check-In Gebäude war WILA ursprünglich nicht beauftragt. Die Idee, dafür das eigens für den bündigen Einbau in Handläufen entwickelte »Mini LED Puck« System zu verwenden, fand jedoch großen Anklang und wurde umgesetzt. Dank der einzelnen LED-Einheiten kann das System sowohl bei gerader Linienführung als auch bei allen Radien eingesetzt werden. Abhängig vom Abstand zwischen den LED Pucks lässt sich die Beleuchtungsstärke am Boden variieren.

Beleuchtung des neuen Dublin Terminal 2 durch Wila Lichttechnik

Auch für den Außenbereich entwickelte WILA auf der Basis dieses innovativen Produktes eine Lösung. Zur Anstrahlung der markanten, teils gebogenen, teils geradlinigen Gebäudeüberstände an den Stirnseiten wurde ein Aluminiumrohr von 50 Millimeter Durchmesser gefertigt, das jeweils der Form der Hauptfassade folgt und in einem Abstand von 3 Meter »Mini LED Pucks« von jeweils 1,6 Watt aufnimmt. Während für die geradlinigen Gebäudeabschnitte ein Ausstrahlwinkel von 100 Grad gewählt wurde, werden die radialen Segmente in einem Winkel von nur 60 Grad angestrahlt. Dank dieser lichttechnischen Option werden bei den Radien zu hohe Leuchtstärken vermieden und das Gesamtbild bleibt homogen.

Für den Terminal 2 am Dublin Airport bietet der wirtschaftliche und umweltfreundliche Mix aus LED und konventioneller Beleuchtung eine innovative Lösung, denn das Gebäude setzt neue Standards für nachhaltige Flughafen-Architektur. Eine minimierte Umweltbelastung und ein vergleichsweise geringer Energieverbrauch standen bei der Planung im Fokus und konnten u.a. durch den Einsatz eines eigenen Energie- und Heiz-Gaskraftwerks und durch Tages- und Kunstlicht-Steuerungssysteme in Kombination mit WILA Leuchten erreicht werden. Insgesamt wird eine Verringerung der CO2 Emission um 17 Prozent erreicht.

Architekt: Pascall+Watson, www.pascalls.co.uk

Statik und Projektmanagement: Arup , www.arup.com

Bauherr/ Betreiber: Dublin Airport T2, www.dublinairport2.com

WILA Lichttechnik GmbH, www.wila.com

Fotos: Hans-Christoph Brinkschmidt für WILA Lichttechnik GmbH


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Einzigartige Architektur und große Kunstwerke strahlen jetzt noch mehr durch die neue Innenbeleuchtung im Petersdom.

Beleuchtung

Fotos: Joachim Grothus für blocher partners

Projekte (d)

Helle, horizontale Bänder heben die Geschossdecken hervor und trennen die 22 Etagen optisch voneinander. Die Glasfassade tritt in den Hintergrund. Bild: Solarlux GmbH

Fassade

Cambridge Mosque. Foto: Blumer-Lehmann AG

Termine

Bild: Georg Aerni und schindlersalmerón

Einrichtung

Wirkt in jedem Umfeld großzügig und komfortabel: der High table des Programms 9500/9550 von Kusch-Co. In dieser Ausführung mit der neuen, samtigen Oberfläche (FENIX®) mit Anti-Fingerprint-Eigenschaften. Foto: Kusch+Co.

Einrichtung

Glänzender Effekt: Im geschliffenen Betonboden spiegeln sich die Lichtquellen. Foto: HG Esch

Hochbau

Bildrechte: C.Konrad + St.Schneider Minidommarchiv 1991

Termine

Mit dabei in der Wienerberger Designkollektion „Urban“: Der stranggepresste „Dresden“ in Anthrazit. Der Fassade des „Auditorium Maximum“ in Krakau verleiht er eine moderne, stilsichere Optik. Für den Gebäudekomplex von 4.200 m² Fläche kamen 150.000 Klinker zum Einsatz. Bild: Wienerberger

Fachliteratur

Bild: Westfalenhallen Unternehmensgruppe

Fachartikel

Mit Motivdruck lassen sich raumhohe WC-Trennwandsysteme aus Sandwichelementen individualisieren. Foto: Schäfer Trennwandsysteme

Innenausbau

Fotos: Hackl Hofmann Landschaftsarchitekten

Außenraum

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