18
Feb

Menschenaffenhaus im Stuttgarter Zoo Wilhelma

Wie ein Bergrücken aus Beton soll sich das neue Menschenaffenhaus der Stuttgarter Wilhelma, ein Entwurf der Architekten Hascher Jehle, Berlin, in die Landschaft schmiegen. 

Wie ein Bergrücken aus Beton soll sich das neue Menschenaffenhaus der Stuttgarter Wilhelma, ein Entwurf der Architekten Hascher Jehle, Berlin, in die Landschaft schmiegen. Damit die authentischen Pflanzen des afrikanischen Dschungels im Inneren nicht nur gedeihen, sondern auch gut aussehen, werden sie von Scheinwerfern in Szene gesetzt.

Großen Wert legt die Wilhelma in Stuttgart darauf, dass sie nicht nur einer der beliebtesten deutschen Zoos, sondern mit gleichem Anspruch auch botanischer Garten ist. Architektonische Erweiterungen werden dadurch nicht einfacher: Sie müssen die Interessen von Tieren, Pflanzen und Besuchern funktional und ästhetisch integrieren.

Das neue Menschenaffenhaus bietet den Gorillas und Bonobos dreizehn Mal mehr Platz als ihr früheres Domizil aus den 1970er-Jahren.

Ein Musterbeispiel dafür ist das neue Menschenaffenhaus; es bietet den Gorillas und Bonobos dreizehn Mal mehr Platz als ihr früheres Domizil aus den 1970er-Jahren. Wie ein Bergrücken aus Beton schmiegt sich das Gebäude der Berliner Architekten Hascher Jehle in den Landschaftspark der Wilhelma im Osten Stuttgarts; Innen- und Außengehege der Affen fügen sich seitlich an den langgestreckten Besucherbereich.

Um eine möglichst unmittelbare Begegnung zwischen Menschen und Affen zu ermöglichen, sind die Gehege zum Besucherbereich hin großzügig verglast.

Um eine möglichst unmittelbare Begegnung zwischen Menschen und Affen zu ermöglichen, sind die Gehege zum Besucherbereich hin großzügig verglast. Die üppige tropische Bepflanzung umrahmt die Fensterflächen und schafft Dschungelatmosphäre im Besucherbereich. Den Tieren bietet die Vegetation vor den Gehegen einen Sichtschutz und die Möglichkeit zum Rückzug. Dabei achteten die Botaniker der Wilhelma darauf, den Lebensraum der Menschenaffen mit rund 75 Pflanzenarten aus den afrikanischen Tropen authentisch darzustellen. Es liegt auf der Hand, dass diese Vegetation unter europäischen Bedingungen zusätzliche Beleuchtung benötigt, um zu gedeihen. Dazu wurden an den Sichtbetondecken über hundert WE-EF Scheinwerfer vom Typ »FLC240« installiert und auf die Pflanztröge oberhalb und die Beete entlang der Verglasung ausgerichtet.

Damit die authentischen Pflanzen des afrikanischen Dschungels im Inneren nicht nur gedeihen, sondern auch gut aussehen, werden sie von WE-EF Scheinwerfern in Szene gesetzt.

Hochdrucklampen: für optimales Spektrum Ihr neutrales, technisches Design, die einfache Handhabung sowie die hochwertigen und effizienten optischen Systeme gaben den Ausschlag für die Wahl dieser WE-EF Scheinwerfer. Die Gehäuse in hoher Schutzart IP66 verfügen über die von WE-EF entwickelte »5CE« Korrosionsschutztechnologie und sind damit dauerhaft gegen die tropische Luftfeuchtigkeit im Gebäude gewappnet. Mit optischem Zubehör wie allseitigen oder bandförmigen Streulinsen sind die Lichtverteilungen so abgestimmt, dass auf den unterschiedlichen Pflanzebenen jeweils Beleuchtungsstärken von rund 3000 lx erreicht werden. Dazu erfolgten im Vorfeld Bemusterungen und Messungen in einem Ludwigsburger Filmstudio, das vergleichbare Montagehöhen bot.

Das Team um den technischen Leiter Botanik, Dirk Herkert, votierte für Scheinwerfer mit Halogen- Metalldampflampen anstatt der zunächst favorisierten LED Lösung, weil letztlich die spektralen Eigenschaften der Lichtquelle über Erfolg oder Misserfolg der Pflanzenbeleuchtung entscheiden: Zu konventionellen, austauschbaren Lampen gibt es mehr Erfahrungswerte und sie bieten Spielraum für zukünftige Optimierungen.

Den Tieren bietet die Vegetation vor den Gehegen einen Sichtschutz und die Möglichkeit zum Rückzug. Die Botaniker der Wilhelma achteten darauf, den Lebensraum der Menschenaffen mit rund 75 Pflanzenarten aus den afrikanischen Tropen authentisch darzustellen.
Über 100 WE-EF Scheinwerfer vom Typ FLC240 wurden an den Sichtbetondecken installiert und auf die Pflanztröge oberhalb und die Beete entlang der Verglasung ausgerichtet.

Bereits im Rückblick der ersten Monate hat sich die WE-EF Lösung bewährt. Bestückt mit warmweißen Halogen-Metalldampflampen 150 W stellt ihr Licht einen guten spektralen Kompromiss zwischen den Bedürfnissen der Pflanzen und denen der Besucher dar. Das Wachstum der Vegetation, berichtet Herkert, erfüllt bislang die Erwartungen. Obwohl die aus formalen Gründen gewählte, streng lineare Anordnung der Scheinwerfer an der Decke die optimale Ausrichtung nicht vereinfachte, gelang eine präzise, gleichmäßige Beleuchtung der Pflanzen ohne störende Reflexblendung in den Glasscheiben des Gebäudes.

Die Anlage, die dem tropischen Tagesrhythmus entsprechend täglich von 6 bis 18 Uhr in Betrieb ist, lässt sich zur Reduktion des Energieverbrauchs in Gruppen schalten: zum Beispiel, wenn im Sommer Teile der Bepflanzung durch Fenster und Oberlichter ausreichend Sonne erhalten. Den Besuchern wiederum präsentiert sich das üppige Grün in brillantem, natürlich wirkendem Licht – und lockt damit, dank der transparenten Fassaden des Affenhauses, schon von weitem in diese neue Attraktion der Stuttgarter Wilhelma.

Projekt: Anlage für afrikanische Menschenaffen, Wilhelma Stuttgart
Architekten: Hascher Jehle Architektur, www.hascherjehle.de
Fotos: WE-EF – Andreas Körner

WE-EF LEUCHTEN GmbH & Co. KG, www.we-ef.com

 


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