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Aug

Terrazzoähnlicher Fußboden in Schule

Ein Schulboden muss täglich den Belastungen tausender Fußtritte standhalten. Dennoch soll er ästhetisch und pflegeleicht sein. Eine Aufgabe, die der terrazzoähnliche Betonboden der Grundschule in Lomma, Schweden, spielend meistert. Er wurde mithilfe von Weißzement der Firma Holcim sowie regionalen Zuschlagstoffen erstellt und anschließend geschliffen.

Die Stadt Lomma gehört zu den am schnellsten wachsenden Gemeinden Schwedens. Aus diesem Grund wurde der Neubau einer Grundschule erforderlich

Die schwedische Stadt Lomma liegt rund 20 km nordwestlich von Malmö und gehört zu den am schnellsten wachsenden Gemeinden des Landes. Da mehr Einwohner meist auch eine zusätzliche Anzahl von Kindern bedeutet, wurde der Neubau einer Grundschule erforderlich. Sie entstand in der Zeit von 2010 bis 2012 und zeichnet sich durch eine Architektur aus, die so ansprechend ist, dass Schüler und Lehrer sich in dem Gebäude wohl fühlen. Der zentrumsnah gelegene Neubau besticht durch seine idyllische Lage auf einem parkähnlichen Grundstück und die unmittelbare Nähe zum Wasser. Auf einer Fläche von rund 4500 Quadratmeter finden maximal 420 Schüler und ca. 55 Mitarbeiter Platz.

Das Gebäude hat einen L-förmigen Grundriss und umfasst zwölf Klassenräume sowie eine Schülerkantine und die Schulverwaltung. Da in Lomma traditionell ein Großteil der Bevölkerung in Einfamilienhäusern lebt, entschieden sich die Architekten dafür, diese kleinteilige Gestaltung auch in der Fassade widerzuspiegeln. Hierfür wählten sie helle ästhetische Betonfertigteilplatten, die mit ungewöhnlichen Scheinfugen aufgelockert wurden. Um ein monolithisches Erscheinungsbild zu vermeiden, unterbrachen sie diese Sichtbetonfassade durch Elemente, die mit Holz verkleidet sind oder durch knallbunt bemalte Wandplatten. Ein zusätzlicher Vorteil dieser spielerischen Farbgebung ist, dass das Gebäude einen hohen Wiedererkennungswert hat und sich selbst die kleinsten Schüler so gut orientieren können. Auch im Gebäudeinneren setzt sich die freundliche Gestaltung durch. Große Fenster in Kombination mit hellen Materialien schaffen eine angenehme Raumatmosphäre, die beim Besucher das Gefühl des Geborgenseins weckt.

Selbst auf den Fluren, hat man den Eindruck, dass sie nicht nur der Erschließung dienen, sondern auch dem fröhlichen Aufenthalt. Unterstützt wird dies durch einen Fußboden der einerseits sehr ästhetisch und andererseits sehr resistent ist. Es handelt sich dabei um eine 80 Millimeter dicke terrazzoähnliche Sichtbetonschicht, bei dem die Steinkörnung durch schleifen freigelegt wurde. Da den Architekten auch hier eine helles Erscheinungsbild wichtig war, entschieden sich die Verantwortlichen für einen Weißzement, den die Firma Holcim (Slovensko) a. s. unter dem Namen Holcim White Cement (slow) CEM I 52,5N vertreibt. Dieser Portlandzement wird in einem aufwendigen Verfahren aus einem äußerst eisenarmen Kalkstein hergestellt und besitzt die gleichen technischen Eigenschaften wie sein graues Pendant. Doch im Vergleich dazu bietet er zahlreiche ästhetische Vorteile: Wird der Beton durchgefärbt – z. B. durch die Zugabe von Pigmenten –, lassen sich mit Holcim White Cement in der Regel wesentlich brillantere Farben erzielen, als dies mit üblichem Grauzement möglich ist. Bei der Schule in Lomma verzichteten die Planer allerdings auf den Einsatz von Farbpigmenten. Stattdessen verliehen sie dem Boden mithilfe von farbigen Zuschlägen, die mechanisch freigelegt wurden, sein attraktives Aussehen. Der Beton wurde von der Firma Starka Betongindustrier aus Kristianstad, Schweden, hergestellt und geliefert, eingebaut wurde er durch Byggmästaren, Skåne.

Der helle Boden wird täglich von hunderten Füßen begangen, dennoch sieht er stets gut aus

Von Anfang an legten die Mitarbeiter von Starka Betongindustrier großen Wert darauf, das Fachwissen aller Beteiligten zu bündeln. So wurde ein Betonteam, bestehend aus Architekten, ausführendem Unternehmen und Zementlieferant, sowie dem Hersteller der eingesetzten Betonzusatzmittels und des Oberflächenschutzproduktes gegründet. Probleme wie Risse im Boden oder ein falscher Farbton – Aspekte die schon bei so manchen Baustellen für Zwist sorgten – auf der Baustelle in Lomma nie ein Thema. Stattdessen erklärten die Architekten sehr genau, welche Beschaffenheit der Boden haben sollte und gaben ein öffentlich zugängliches Gebäude in der Nachbarschaft – das Foyer des Krankenhauses in Malmö – als Referenz an. Anhand dieser Angaben erstellten die Beteiligten mithilfe des Weißzements von Holcim, regionalen Zuschlagstoffen und unterschiedlichen Betonchemikalien eine Musterrezeptur, mit der später bauseits eine Beispielplatte gefertigt wurde. Diese wurde mit den Architekten besprochen und diente während des Einbaus als Orientierungshilfe und Referenzobjekt vor Ort. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, der Boden unterstreicht das angenehme Erscheinungsbild der Schule und ist dabei, wie auch vom zuständigen Facility-Management persönlich bestätigt, äußert Pflegeleicht.

Weißzementlieferant: Holcim (Slovensko) a.s./ Weißzement, www.holcim-white.sk

Mischdesign und Realisierung der Betonmischung: Starka Betongindustrier, www.starka.se

Ausführendes Bauunternehmen: Byggmästar´n i Skåne AB, www.byggmastarn.nu

Oberflächenschutz und chemische Produkte: Grace Construction Products, www.de.graceconstruction.com

Bei Ihrer Planung legten die Architekten Wert darauf, dass die Räume hell und freundlich sind. Deshalb entschieden sie sich auch beim Boden für Holcim-Weißzement 


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Fotos: Hackl Hofmann Landschaftsarchitekten

Außenraum

Models begrüßen die Besucher der Designers‘ Open. Foto: Tom Schulze

Menschen

Der Schinkelplatz wurde 1837 von Peter Joseph Lenné entworfen und ist nach dem preußischen Baumeister Karl Friedrich Schinkel benannt. Foto: Marcus Ebener

Fassade

Regionaltechniker Daniel Fecke

Unternehmen

Licht und Akustik spielen harmonisch zusammen. Die akustisch wirksamen Pads von Rossoacoustic setzen mit Farbe und Design Akzente an der Decke und nehmen Einfluss auf die gesamte Raumwirkung. Foto: Nikolaus Grünwald, Gerlingen

Einrichtung

Foto: St. Gertrud, Köln; Michael Rasche

Termine

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