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Sa, Apr

Beispielhafter Innenausbau

Seit kurzem residiert das Universitätsbauamt Freiburg im ehemaligen Gesundheitsamt. Dank gekonnter Revitalisierung überzeugt das viergeschossige Gebäude aus dem Jahr 1965 heute mit moderner Architektur und großzügigem, transparentem Interior. Mit der Sanierung verfolgten die Architekten zwei Hauptziele. Erstens sollte der 35 m lange und 13,5 m tiefe Riegelbau durchgängig mit Tageslicht versorgt werden. Zweitens wollte man den Energiebedarf gemäß der Anforderungen EnEV um 20 prozent reduzieren.

Unter der Maßgabe, offene, kommunikative und flexible Büro- und Besprechungsräume für 80 Beschäftigte zu schaffen, wurde das Gebäude bis auf das Stahlbetonskelett entkernt. Um eine flexible Raumgliederung auch für künftige Anforderungen sicherzustellen, gab das Projektteam in der Ausschreibung versetzbare Trennwandsysteme vor. Abhängig von der Nutzung der Räume und den zu erfüllenden Brand- und Schallschutzauflagen mussten diese unterschiedlich ausgeführt, sollten aber in jedem Fall für ein lichtdurchflutetes Ambiente sorgen. Mit seinen funktional und formal aufeinander abgestimmten Trenn- und Schrankwandsystemen sowie dem breiten Türenrepertoire erfüllte Strähle den komplexen Anforderungskatalog, der neben unterschiedlichen Brand- und Schallschutzauflagen verschiedene Achsraster und Raumhöhen beinhaltete. Ebenso überzeugten die Vorschläge für die Sonderkonstruktionen. Auch mit Blick auf die Kosten wurde der Auftrag für den Innenausbau an Strähle vergeben.

Die Oberlichtwände sind mit »System 2000« realisiert. Die Vollwand-, Glas- und Türelemente im Brüstungsbereich weisen ebenso wie die flurseitig an die Wandsysteme angepassten Aktenschränke durchgängig eine Höhe von 2115 mm auf.

Beim Besprechungsraum und Postraum im Gebäudeinneren kommt das Ganzglassystem »3400« von Strähle zum Einsatz. Es ermöglicht mit seinen schlanken Profilen einen maximierten Lichteinfall und fügt sich in der Ausführung mit im Radius von 500 mm gebogenen Ecken elegant in den Grundriss ein. Der individuell angefertigte Postfachschrank durchdringt die Glaswand zum Flur und bietet dort ein großzügiges »Schwarzes Brett« für die Mitarbeiter. Losgelöst von den Trennwandsystemen lieferte Strähle T30-Brandschutztüren für den flurseitigen Abschluss zum offenen Treppenhaus. In Gipskartonwände eingebaute Glaswände versorgen das Treppenhaus mit Tageslicht. Last but not least verschwinden Stützen, Heizkörper und Lüftungsrohre hinter Schränken oder Verkleidungen im Format der Schranktüren.

Strähle Raum-Systeme GmbH, www.straehle.de

 


Der von dem israelischen Architekturbüro Kolker Kolker Epstein entworfene Bahnhof Elifelet ist nach oben offen und wird von weißen Membransegeln beschattet. Bildquelle: Thomas Schlijper

Projekte (d)

Neues Solarwatt-Halbzellen-Modul “SOLARWATT Panel vision GM 3.0 construct” mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung (abZ). Bildquelle: Solarwatt GmbH

Außenraum

Für das Rohrrahmen-System stehen Oberlichter und Seitenteile zur Wahl, die Türen könne zudem mit Fluchttürstangen ausgerüstet werden. Bild: Schüco International KG/Teckentrup

Türen+Tore

Projekt von Edwards White Architekten, Neuseeland, mit in Reihe arrangierten T3 von Gantlights und eigens angefertigtem 80-Zentimeter-Baldachin aus Stahl. Bildquelle: Simon Wilson

Beleuchtung

Die ins Auge fallende Dachkonstruktion greift das Thema der lebendigen Dachlandschaft des Bestandsgebäudes auf und setzt sie auf eine ganz eigene Weise um. Foto: Studio Jil Bentz

Projekte (d)

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