23
Apr

WDVS mit Putzoberfläche dominiert bei Fassadenmodernisierungen

Putzoberfläche an historischem Gebäude. Foto: Architekturzeitung

Wärmedämmung

 

Der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) hat in Zusammenarbeit mit der Heinze Marktforschung (Celle) rund 250 Planungs- und Architekturbüros in Deutschland zu ihren Materialpräferenzen bei Neubau- und Modernisierungsfassaden befragt und zugleich den Stellenwert von Fassadenputz und Putzoberflächen ermittelt. Ergebnis: Ohne Putz geht (fast) gar nichts.

Unterschieden wurde zudem noch nach Gebäudearten – Ein- und Zweifamilienhaus, Mehrfamilienhaus und Nichtwohngebäude. Bei neuen Ein- und Zweifamilienhäusern liegen die Varianten Putz auf Mauerwerk (40%) und Putz als Abschlussbeschichtung auf Wärmedämm-Verbundsystemen (35%) klar vorn. Erst danach folgen Fassaden mit Verblendmauerwerk (22%). Bei den neuen Mehrfamilienhäusern bevorzugt die Mehrheit der Architekten die Ausführung Putz auf WDVS (35%), gefolgt von Putz auf Mauerwerk (22%) und Verblendmauerwerk (12%). Ein abweichendes Bild ergibt sich bei neuen Nichtwohngebäuden: Glasfassaden (24%) und Sandwichelemente (24%) werden hier am häufigsten eingesetzt, es folgen Vorhangfassade (22%) und Putz auf WDVS (21%).

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Quelle: Heinze Marktforschung

Putz dominiert bei Fassadenmodernisierungen

Unangefochten vorn liegen WDVS mit Putzoberfläche bei Fassadenmodernisierungen. Jeweils 40% der befragten Architekten entscheiden sich für diese Ausführungsart – bei Ein- und Zwei- ebenso wie bei Mehrfamilienhäusern. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern wählen 19% Putz auf Mauerwerk, bei Mehrfamilienhäusern sind es 15%. Selbst bei Sanierungen von Nichtwohngebäuden übertrumpft Putz auf WDVS mit 19% noch die anderen Varianten Vorhangfassade (16%) und Glasfassade (12%).

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Quelle: Heinze Marktforschung

 

Putzeinsatz nach Regionen

Interessante Aspekte ergaben sich auch beim Blick auf die regionale Verteilung der bevorzugten Fassadenmaterialien bei Neubauten in Deutschland (Mehrfachnennungen waren möglich). Im Bereich der neuen Ein- und Zweifamilienhäuser erreichen die beiden Varianten Putz auf WDVS und Putz auf Mauerwerk gemeinsam Spitzenwerte in der Region Mitte (84%), Süd (81%), Ost (74%) und West (72%). Lediglich in der Region Nord liegt Verblendmauerwerk mit 56% vor den beiden Putz-Ausführungen (44%). Das ändert sich bei den neuen Mehrfamilienhäusern, hier liegen die Varianten mit Putz (48%) auch im Norden klar vor dem Verblendmauerwerk (36%). Bei den neuen Nichtwohngebäuden ergibt sich eine insgesamt breitere Verteilung der eingesetzten Materialien. Größte Anteile im Norden entfallen auf Sandwichelemente und Glasfassaden, im Osten liegen die beiden Putz-Ausführungen vorn (54%).

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Quelle: Heinze Marktforschung

Eigenschaften und Trends bei Putzen

Wie beurteilen die Architekten Fassadenputz als Außenwandbeschichtung? 81% der Befragten bewerten die ästhetische Optik und die Verarbeitungsfreundlichkeit von Putzen mit gut oder sehr gut, 78% der Architekten vergeben diese Noten für die Möglichkeit, mit Putz Kosten zu sparen. Es folgen in der weiteren Reihenfolge die Kriterien Vielseitigkeit, Umweltaspekte und Gestaltungsfreiheit, die jeweils mehr als die Hälfte der Befragten mit gut oder sehr gut versehen. Die wichtigsten Trends der Putzoberflächen sehen die Architekten in feinen und ausgefallenen Putzstrukturen, im Einsatz von dunklen Farbtönen und in Kombinationsfassaden z.B. aus Putzflächen und Klinker. Weniger trendy sehen die Befragten Oberflächennachstellungen wie Beton- oder Rostoptik und Effektbeschichtungen.

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Putzoberfläche an historischem Gebäude. Foto: Architekturzeitung

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