19
Mai

Mit Raumklimadecken energiesparend Heizen und Kühlen

Hochbau


»Raumklimadecken« können Heizen und Kühlen. Die thermische Speicherfähigkeit von Geschoßdecken kann bis zu einem gewissen Grad wie eine natürliche Klimaanlage wirken. Die volle Fläche der Unterseite der Raumdecke wird auf wirkungsvolle und energieeffiziente Weise zum behaglichen Heizen sowie Kühlen genutzt. Die Innovationsgemeinschaft Raumklimadecke (IGR) hat sich der Entwicklung und Förderung dieses neuartigen, bereits vielfach bewährten Raumklimasystems verschrieben, das sowohl für den Neubau als auch für die Renovierung eine interessante Alternative ist.



Herkömmliche Heizungen erwärmen primär die Raumluft und verteilen diese dann durch Umwälzung im Raum. Anders bei der »Raumklimadecke«: Sie basiert auf dem Wärmewellenaustausch zwischen einer warmen und einer kalten Fläche. Dabei bewegt sich die Wärmestrahlung von der warmen zur kalten Fläche, der kühlere Körper nimmt die Strahlung auf und erwärmt sich dabei. So erwärmen sich Fußboden, Wände und Einrichtungsgegenstände gleichmäßig. Der hohe Anteil an Wärmestrahlung bei Raumklimadecken führt zu einem angenehmen Raumklima, denn Geschoßdecken sind sehr gut als Wärme- bzw. Kältepuffer geeignet. Beton hat eine auf das Volumen bezogene Wärmekapazität, die mit der von Wasser vergleichbar ist.

Im Kühlfall funktioniert das Prinzip genau entgegengesetzt. Die von kaltem Wasser durchflutete Decke nimmt die Wärmestrahlung aus dem Raum auf. Fußboden, Wände und Einrichtungsgegenstände kühlen sich ab. Durch die »Wärmestrahlung« entsteht horizontal und vertikal eine nahezu gleichmäßige Temperaturverteilung in der gesamten Wohn- oder Arbeitsfläche. Dieses wird vom menschlichen Körper als besonders angenehm empfunden. Daher kann die Lufttemperatur um 2 bis 3°C niedriger sein als bei einer herkömmlichen Heizung.




Um den Baukörper zu gliedern, entschieden sich die Architekten für eine versetzte Anordnung der beiden Hallen. Diese erheben sich oberhalb eines Sockelbandes aus Beton und lassen aufgrund ihrer versetzten Anordnung zwei geschützte Freibereiche entstehen: den Eingangshof und den Vereinshof mit integrierter Sportgaststätte. Foto: Marcus Ebener

Projekte (d)

Vollständige Dacheindeckungen sind mit Nicer X einfach umsetzbar.

Gebäudetechnik

Annabelle von Reutern von Concular. Foto: Kristina Grommes

Premium-Advertorial

BIPV-Module integriert in Gebäude des Fraunhofer ISE, Freiburg. Foto: Fraunhofer ISE

Gebäudetechnik

VITOSET nutzt mit dem Eis-Energiespeicher und den Energiezäunen die Umweltenergie gleich vierfach. Grafik Viessmann

Gebäudetechnik

Bei der Niemeyer Sphere auf dem Techne Sphere Komplex des Kranherstellers Kirow in Leipzig sorgen schaltbare eyrise Flüssigkristallfenster von Merck für den erforderlichen Sonnenschutz und tragen dazu bei, eine Aufheizung des Innenraums zu vermeiden. Bild: eyrise

Fassade

Bildquelle: kokliang1981– stock.adobe.com

Advertorials

Anzeige AZ-GC1-728x250 GAS

Anzeige AZ-C1a-300x250 R8

Anzeige AZ-C1b-300x600 R8