20
Mai

Auftauchen in Hamburg

Hochbau

Ob Elbe, Alster, die Fleete oder der Hafen – im lebhaften Hamburg ist Wasser allgegenwärtig und ein wesentlicher Faktor für den Charme der Stadt. Diese Lebendigkeit hat der schwedische Designer Jesper Waldersten im neueröffneten Scandic Hamburg Emporio eingefangen. Im September dieses Jahres hat das Stockholmer Unternehmen sein drittes deutsches Haus im Emporio-Komplex um den ehemaligen Unilever-Turm eröffnet. Für das siebenstöckige Hotel in Toplage hat Jesper Waldersten das Wasser zum Thema des Designkonzeptes erhoben. Und das hat neben der Lage noch einen weiteren Grund: Wasser als Symbol für das Leben soll auch den Nachhaltigkeitsanspruch widerspiegeln, den das Unternehmen Scandic an sich stellt.

Dimensionen der Nachhaltigkeit
Wasser ist ein begrenztes Gut: Global betrachtet verbraucht der Mensch durchschnittlich 600 Kubikmeter Wasser pro Jahr, jedoch gibt es Regionen, in denen die Menschen mit einem Zehntel dessen auskommen müssen. Bis ein Frühstück mit einem Ei, einer Tasse Kaffee, Käse und einer Scheibe Brot auf einem durchschnittlichen deutschen Esstisch landen, wurden ca. 365 Liter Wasser verbraucht. Im Hotelrestaurant »H2O« setzt man daher verstärkt auf regionale Gerichte. Auch die Produktion von Mineral- und Tafelwasser, vor allem das Abfüllen und der Transport der Flaschen emittiert unnötig CO2. Die Hotels der Scandic-Kette gehen daher einen anderen Weg. Statt wie bisher jährlich 3,6 Millionen Flaschen zu verkaufen, wird das Wasser jetzt in den Hotels selbst aufbereitet. Auf diese Weise konnte das Unternehmen seinen ökologischen Fußabdruck um ca. 160 Tonnen CO2 reduzieren.


Um den Baukörper zu gliedern, entschieden sich die Architekten für eine versetzte Anordnung der beiden Hallen. Diese erheben sich oberhalb eines Sockelbandes aus Beton und lassen aufgrund ihrer versetzten Anordnung zwei geschützte Freibereiche entstehen: den Eingangshof und den Vereinshof mit integrierter Sportgaststätte. Foto: Marcus Ebener

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