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Sep

Neuorientierung bei Anbieter von Orientierungssystemen

Das dreigeschossige, hochwertige Bürogebäude bietet Platz für aktuell 30 Mitarbeiter. Foto: Brüninghoff

Hochbau

 

Mit einem neuen Firmensitz am Kaarster Kreuz in Nordrhein-Westfalen richtet sich die Vangenhassend GmbH auf die derzeitige und zukünftige Unternehmensentwicklung aus. Die große Produktionshalle und das moderne Bürogebäude bieten genügend Raum für den Anbieter von Leit- und Orientierungssystemen. Zudem befinden sich Fertigung, Vertrieb und Planung des Unternehmens strategisch günstig an einem Ort. Brüninghoff übernahm die Planung und Realisierung des neuen Betriebsstandorts.

Im Erdgeschoss befindet sich der großzügige Empfangsbereich. Foto: Brüninghoff
Im Erdgeschoss befindet sich der großzügige Empfangsbereich. Foto: Brüninghoff

 

Erfolgreiche Unternehmen müssen mit der Zeit gehen, um den Anforderungen des Wettbewerbs und der eigenen Mitarbeiter gerecht zu werden. Dabei ist ein neuer Firmensitz mit Standortwechsel vielversprechend. Eine bessere Lage, moderne Gebäude und Platz für zukünftige Entwicklungen zahlen sich in diesem Zusammenhang aus. Auch die Vangenhassend GmbH aus Düsseldorf will den eingeschlagenen Wachstumskurs fortsetzen – Teil der zukunftsorientierten Ausrichtung ist die Realisierung eines neuen Standorts. Seit 20 Jahren plant und produziert das Unternehmen erfolgreich Leit- und Beschilderungssysteme sowie digitale Informationssysteme für den Innen- und Außenbereich. Damit hat sich der Mittelständler international einen Namen gemacht. Jüngst entwarf das Unternehmen beispielsweise die Leitsysteme für die Hamburger Elbphilharmonie.

Bisher befanden sich die Bereiche Planung, Vertrieb und Fertigung an drei unterschiedlichen Orten. Den Wunsch nach einem Zusammenlegen der Standorte in einen neuen Firmensitz hegte der Anbieter für Leit- und Orientierungssysteme daher schon lange. Ende 2017 wurde schließlich im Gewerbegebiet Kaarster Kreuz in Nordrhein-Westfalen der Grundstein für das Bauprojekt gelegt. Entscheidend für den Ortswechsel war die Lage mit guter Infrastruktur: Das Gewerbegebiet liegt direkt an den Autobahnen A52 und A57 sowie in der Nähe des Düsseldorfer Flughafens. So ist Vangenhassend schnell erreichbar – sowohl für die Mitarbeiter als auch für Kunden und Geschäftspartner. Kosten und Aufwand für Wege und Logistik reduzieren sich auf diese Weise. Ein weiterer Vorteil ist der uneingeschränkte Austausch der Mitarbeiter an nur einem Ort – in einem modernen Gebäude nach neuesten energetischen Standards.

Die Vangenhassend GmbH vereint am neuen Firmensitz am Kaarster Kreuz Fertigung, Planung und Vertrieb. Foto: Brüninghoff
Die Vangenhassend GmbH vereint am neuen Firmensitz am Kaarster Kreuz Fertigung, Planung und Vertrieb. Foto: Brüninghoff

 

Mit der Planung und Ausführung des neuen Firmenquartiers beauftragte Vangenhassend den Projektbauspezialisten Brüninghoff. Auf dem 3.500 Quadratmeter großen Grundstück im Gewerbegebiet entstand ein dreigeschossiger Bürobau mit einer Fläche von 1.084 Quadratmetern in Beton-Skelettbauweise. Optisch folgt das Gebäude einer modernen Architektur: Eine WDVS-Fassade mit weißem Putz – unterbrochen von durchgängigen Fensterbändern – verleiht dem Firmensitz eine hochwertige und helle Optik. Die terrassenförmige Gestaltung des obersten Stockwerkes lockert das Gesamtbild des Baus auf. Im Inneren beherbergt das Erdgeschoss einen großzügigen Empfangsbereich sowie Bearbeitungs- und Sozialräume. In den Großraumbüros der ersten und zweiten Etage finden 30 Mitarbeiter genügend Platz. Mit dem realisierten Open Space-Konzept folgt Vangenhassend einem aktuellen Trend: In Amerika und anderen europäischen Ländern bereits etabliert, setzt sich diese Form der Bürogestaltung auch in Deutschland zunehmend durch. Der Vorteil dabei ist die multifunktionale Nutzbarkeit der Räume: Im großzügigen, offenen Bereich verteilen sich die Mitarbeiter je nach Aufgabengebiet. Das ist jeden Tag aufs Neue möglich. Ohne feste Schreibtische ergibt sich wechselnd eine andere Sitzkombination – so fördert das moderne Konzept die Produktivität und die Kommunikation unter den Kollegen. Direkte Absprachen und das Arbeiten an gemeinsamen Projekten sind nun direkter und ohne lästige Raumsuche machbar. Zusätzliche, kleine Büros und abgetrennte Flächen erlauben ungestörte Besprechungen. Für ausreichende Helligkeit bei der Arbeit sorgen durchlaufende Lichtbänder.

In der knapp 1.500 Quadratmeter großen Halle werden die Leit- und Beschilderungssysteme hergestellt. Foto: Brüninghoff
In der knapp 1.500 Quadratmeter großen Halle werden die Leit- und Beschilderungssysteme hergestellt. Foto: Brüninghoff

 

In der neuen, 1.476 Quadratmeter großen Halle stellt Vangenhassend die Leit- und Beschilderungssysteme her. Direkt an das Bürogebäude angrenzend, ist der Neubau in Produktion und Lager unterteilt. Hofseitig befindet sich ein Tor für die An- und Auslieferung der Waren. Konstruktiv besteht die Halle aus Brettschichtholz-Satteldachbindern sowie Stahlbetonstützen. Die Elemente für die Halle wurden von Brüninghoff im eigenen Werk vorgefertigt und auf die Baustelle geliefert – diese Vorgehensweise sicherte eine termingenaue Planung und einen schnellen Baufortschritt. Mit einer Attika-Höhe von 8,55 Metern wird das Gebäude allen Anforderungen der Nutzung gerecht und bietet genügend Platz für große Produktionsmaschinen. Bei der Realisierung der Hallenfassade entschieden sich die Projektbeteiligten für eine besonders wirtschaftliche Lösung: Zum Einsatz kamen hier hochdämmende Isopaneele. Ihre dunkelgraue Farbe bietet einen gelungenen Kontrast zu dem hellen Putz des Bürogebäudes, das dadurch optisch hervortritt. Die natürliche Belichtung der Halle erfolgt durch Fensterbänder sowie einem drei mal 32,50 Meter großem Dachlichtband, das sich mittig nahezu über die ganze Breite des Daches erstreckt.

Konstruktiv besteht die Halle aus Brettschichtholz-Satteldachbindern sowie Stahlbetonstützen. Ihre Vorfertigung sicherte einen schnellen Baufortschritt. Foto: Brüninghoff
Konstruktiv besteht die Halle aus Brettschichtholz-Satteldachbindern sowie Stahlbetonstützen. Ihre Vorfertigung sicherte einen schnellen Baufortschritt. Foto: Brüninghoff

 

Neben hellen Räumen mit möglichst viel natürlichem Licht setzt Vangenhassend auch auf eine energetisch moderne Heizlösung. Aktuelle Systeme können heutzutage nicht nur Energie einsparen, sondern schonen auch die Umwelt durch einen sorgsamen Einsatz von Ressourcen. Brüninghoff errichtete den Firmensitz daher nach aktuellen energetischen Standards: Sowohl in der Halle als auch in dem Bürogebäude verbaute der Projektbauspezialist eine Fußbodenheizung in Verbindung mit einer Hybridheiz-Lösung. Da bei der Produktion der Leitsysteme keine schweren Maschinen benötigt werden, ist eine Flächenheizung auch im Boden der Halle möglich. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Spitzenlast-Brennwerttherme sorgt bivalent in Büro und Halle für die nötige Wärme – bei bestmöglicher Ressourcenschonung.

Nach der Grundsteinlegung des Firmensitzes Ende 2017 konnte bereits im April 2018 Richtfest gefeiert werden. Im Sommer des gleichen Jahres schloss Brüninghoff den Neubau schlüsselfertig ab.

Bautafel
Bauvorhaben: Neubau eines Firmensitzes mit Bürogebäude und Produktionshalle
Bauherr: Vangenhassend & Geisler Grundstücks GbR, Jüchen
Nutzer / Mieter: Vangenhassend GmbH, Kaarst
Architektur und Ausführung: Brüninghoff GmbH & Co. KG, www.brueninghoff.de
Bauweise Halle: Satteldachbinder aus Brettschichtholz sowie Stahlbetonstützen
Bauweise Bürogebäude: Beton-Skelettbauweise
Heizsystem: Fußbodenheizung und Hybridheizung aus einer Brennwerttherme mit Luft-Wasser-Wärmepumpe
Bauzeit: Dezember 2017 bis Juli 2018


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