26
Aug

Neue Fenster nach historischen Vorbildern

Fassade

Mit schmalen Rahmen- und Flügelbreiten gleicht das Holzfenster »HDF 68 Stil« optisch den historischen Vorbildern. Zusätzliche Zierelemente unterstützen das originalgetreue Aussehen

Das Görres-Gymnasium ist das älteste Gymnasium in Koblenz, es wurde 1582 als Jesuitenschule gegründet. Heute wird es von über 600 Schülerinnen und Schülern besucht, die von 50 Lehrkräften unterrichtet werden. Das Schulgebäude, in dem das altsprachliche Gymnasium untergebracht ist, stammt aus dem Jahr 1894 und wurde im 20. Jahrhundert durch zwei Um- und Neubauten erweitert.

Die bauliche Sanierung des alten Schulgebäudes wurde notwendig, weil dessen Dach und Fenster zum Schutz der Bausubstanz dringend erneuert werden mussten. Bei der Sanierung solch historischer Gebäude ist Sorgfalt nötig, damit der ursprüngliche Charakter nicht verloren geht. Deshalb wurden auch die Fenster in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde ausgetauscht. Diese nahm die Gestaltung der ältesten Fenster, die an der Rückseite des Schulgebäudes noch erhalten waren, als Maßstab für die Neuanfertigungen. Verantwortlich für die Sanierung und Instandhaltung der öffentlichen Schulen ist die Koblenzer Wohnbau GmbH. Sie beauftragte die Tischlerei Jüchsen, die sich auf Schulsanierung spezialisiert hat.

Das 1894 errichtete Gebäude des Görres-Gymnasiums in Koblenz wurde umfassend saniert. Die neuen Fenster sind nach den historischen Vorbildern gefertigt und erhalten so den ursprünglichen Charakter

Mit schmalen Rahmen- und Flügelbreiten gleicht das Holzfenster »HDF 68 Stil« optisch den historischen Vorbildern. Zusätzliche Zierelemente unterstützen das originalgetreue Aussehen
Die neuen Fenster sorgen für ein angenehmeres Raumklima ohne Zugluft, eine günstigere Energiebilanz und für insgesamt bessere Lernbedingungen. Ausgestattet mit Verbundsicherheitsglas und Drehsperren bieten sie besten Schutz

Insgesamt 160 Fenster des Gebäudes mussten möglichst originalgetreu ersetzt werden. Die Wahl fiel auf das Denkmalfenster »HDF 68 Stil« von Kneer-Südfenster, das den Vorstellungen des Architekten und des Denkmalamts entgegenkam. Mit schmalen Rahmen- und Flügelbreiten gleicht das Holzfenster optisch den historischen Vorbildern. Zusätzliche Zierelemente ermöglichen eine variable optische Wirkung: von unterschiedlich profilierten Wetterschenkeln über profilierte Wasserschenkel für den Riegel bis hin zu klassisch gestalteten Schlagleisten für den Fensterflügel. Dazu kommen Zier-Kapitelle, zum Beispiel in Pyramidenform, die als oberer oder unterer Abschluss der Schlagleiste am Fenster angebracht werden.

Für das Görres-Gymnasium wurde das Denkmalfenster »HDF 68 Stil« aus Eichenholz in der Farbe Weiß nach den Plänen des Architekten angefertigt, nachdem sie vom Denkmalamt begutachtet und nach dessen genauen Vorgaben modifiziert worden waren. Die Fenster sind mit Rund- bzw. Segmentbogen, angesetzten Ecken, Zierprofilen am Rahmenunterstück und Kämpfer, senkrechten Zierleisten mit Kapitellen unten und oben sowie Sprossen ausgestattet. Eine extreme Bauhöhe von bis zu 3,50 Meter stellte besonders hohe Anforderungen an Transport und Montage.

Die hohen Fenster mit Sprossen und Rundbogen prägen den Raumeindruck im Schulgebäude

Für einen ganz besonderen Raumeindruck in der Aula sorgen drei 4,00 x 0,80 Meter große Bleiglas-Scheiben. Die vorhandenen Glasscheiben wurden von der Tischlerei Jüchsen aufgearbeitet, die kaputten Gläser ersetzt und in die neuen, von Kneer-Südfenster erstellten Rahmen, eingesetzt. Auf diese Weise konnten die Original-Fenster in ihren bunten Farben erhalten werden – und der durch sie geschaffene einmalige Raumeindruck.

Der Fenstertausch wurde in drei Bauabschnitten durchgeführt und ging während des normalen Schulbetriebs vonstatten. Die neuen Bauelemente sorgen für ein angenehmeres Raumklima ohne Zugluft und eine günstigere Energiebilanz. Auch in punkto Sicherheitstechnik sind die bis zu 3,50 Meter hohen Fenster vorbildlich, da sie mit Verbundsicherheitsglas und Drehsperren Schutz für die Schüler bieten.

Kneer GmbH, www.kneer-suedfenster.de

 


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Fotos: Hackl Hofmann Landschaftsarchitekten

Außenraum

Models begrüßen die Besucher der Designers‘ Open. Foto: Tom Schulze

Menschen

Der Schinkelplatz wurde 1837 von Peter Joseph Lenné entworfen und ist nach dem preußischen Baumeister Karl Friedrich Schinkel benannt. Foto: Marcus Ebener

Fassade

Regionaltechniker Daniel Fecke

Unternehmen

Licht und Akustik spielen harmonisch zusammen. Die akustisch wirksamen Pads von Rossoacoustic setzen mit Farbe und Design Akzente an der Decke und nehmen Einfluss auf die gesamte Raumwirkung. Foto: Nikolaus Grünwald, Gerlingen

Einrichtung

Foto: St. Gertrud, Köln; Michael Rasche

Termine

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