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Fr, Jan

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Schlanke und wirtschaftliche Fassadenkonstruktion

Fassade
Unter der Planung des Büros BKR Architekten Ingenieure aus Hannover entstand auf nahezu quadratischem Grundriss ein 12,5 Meter hoher Kubus mit weit auskragendem Dach'

Die Messe Hannover bietet mit einer überdachten Fläche von fast 500.000 Quadratmeter und 27 Messehallen das größte Messegelände der Welt. Ein großer Teil der Besucher betritt das Gelände über den Nordeingang am Europaplatz. Steigende Besucherzahlen und der Wunsch Gästen und Ausstellern einen hohen Servicestandard zu bieten, veranlassten die Messe Hannover, in einem Neubau mit offenem und freundlichem Ambiente alle Eingangs- und Servicefunktionen zusammenzufassen.

Unter der Planung des Büros BKR Architekten Ingenieure aus Hannover entstand auf nahezu quadratischem Grundriss ein 12,5 Meter hoher Kubus mit weit auskragendem Dach, der die Messegäste mit einer einladenden Geste empfängt. Im Inneren erwartet die Besucher eine großzügige, lichte Halle, die Durchblick zum Messegelände gewährt. An Ost- und Westseite sind in zwei Riegelgebäuden Kassen-, Garderoben- und Servicebereiche sowie die Technik untergebracht. Sie verbindet eine Brücke – der entkernte und neu integrierte Büroriegel, der das Messegelände ursprünglich an dieser Stelle abschloss.

Unter einer filigranen Flachdachkonstruktion sind alle Bauteile zu einer Einheit zusammengefasst. Für großzügige natürliche Belichtung und eine daraus resultierende angenehme Atmosphäre sorgen die vollflächigen Glasfassaden auf Nord und Südseite sowie am überwiegenden Teil der Ost- und Westseite.

Hinter der schlanken Fassadenkonstruktion aus Stahlprofilen steckt eine aufwändige Ingenieursleistung des ausführenden Unternehmens C + P Industriebau aus Breidenbach, einem Tochterunternehmen der Firmengruppe Christmann & Pfeifer. Das Dach der neuen Halle ruht auf drei Reihen kammerbetongefüllter Stahlstützen, von denen zwei direkt hinter Süd- und Nordfassade angeordnet sind, sowie vier Stützen am Rande des Vordachs.

Diese Stützen nehmen sämtliche Bewegungen des Daches und vor allem des etwa 10 Meter auskragenden Vordaches auf, die durch Wind, Schnee, etc. entstehen. Da diese Bewegungen nicht auf die Fassade übertragen werden dürfen, ist diese als selbst tragende Stahlkonstruktion ausgebildet. Sie ist lediglich für die vertikale Fixierung an die Stahlstützen angebunden. Die eigens dafür entwickelten Verbindungsteile sind so konzipiert, dass sie die Bewegungen der Stützen aufnehmen können, ohne sie an die Fassade weiterzugeben. Dazu waren neben gutachterlichen Stellungnahmen auch zahlreiche empirische Versuche vor Ort nötig, bei denen die Entwicklungsabteilung von RP Technik als Partner mit Rat und Tat zur Seite stand.

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Bei zahlreichen, bereits auf dem Messegelände realisierten Gebäuden hatte man gute Erfahrungen mit den Systemen von RP Technik gemacht. Daher entschied sich C + P Industriebau auch in diesem Fall für Profile der Serie »RP-ISO-hermetic 60N« von RP Technik. Die Profilserie aus Stahl gewährleistet die geforderte Tragfähigkeit bei gleichzeitiger Schlankheit der Konstruktion und ermöglicht große Rasterweiten. Stahl bietet zudem eine hohe statische Belastbarkeit und größtmögliche Sicherheit gegen Einbruch und Vandalismus.

Durch die wirtschaftliche Verbindungstechnik der Profile im Schraub- und Steckverfahren konnten in Hannover die Kosten der neuen Halle enorm reduziert werden. Ursprünglich sah die Planung vor, die Fassade als reine Schweißkonstruktion zu erstellen.

Aufgrund der Verwendung des Profilsystems »RP-ISO-hermetic 60N« konnte laut Angaben der Verarbeiter der Zeitaufwand der Montage vor Ort deutlich verringert werden.

Planer: BKR Architekten Ingenieure, www.bkr-ingenieure.com
Verarbeiter: C + P Industriebau, www.cpbau.de
Stahlprofilsystem: RP Technik, www.rp-technik.de
Fotos: Christmann & Pfeifer 

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