02
Okt

Expressive Architektur in Erstbesteigung

Dach

 

Die Outdoor Kletteranlage in Imst mit ihrer ungewöhnlichen und expressiven Architektur bietet eine Kletterfläche von über 1300 Quadratmeter bei einer Höhe von 21,5 Meter. Auch wenn es regnet, kann man draußen klettern gehen, denn die Anlage ist großzügig überdacht. Der moderne Kletterturm gilt als Vorzeigeobjekt und sportliche Bereicherung für die kletterbegeisterten Sportler in Tirol und Umgebung.

Bei der ursprünglich geplanten Dacheindeckung allerdings schieden sich die Geister. Kein Spenglerbetrieb fand sich, der die komplexe Dachgeometrie in der geplanten Doppelstehfalz-Technik auf einer Holzunterkonstruktion eindecken wollte. Also wandte sich Architekt Markus Volgger an Harald Kronthaler, Projektentwickler von Dach- und Fassadensystemen beim Metalldachspezialisten Prefa. Gemeinsam mit dem ortsansässigen Spengler-Fachbetrieb Dachform fand man in der kleinteiligen Prefa »Fassadenschindel« nach einer CAD-Visualisierung eine Lösung für die Dacheindeckung des Kletterturms. Das kleine Format, das ab 2 bis 5 Grad Neigung eingesetzt werden kann, ermöglicht es, einen bedeutenden Anteil der flachen Dachknicke und Wölbungen ohne unterbrechende Grate und Kehlen fließend durchzudecken, und somit ein homogenes Oberflächenbild zu schaffen.“

Um die mehr als zwanzig Meter hohe Kletterhalle harmonisch in die umliegende Alpenlandschaft einfügen zu können, wählte das Architektenteam eine Dach- und Fassadenschindel mit einem Deckmaß von 420 x 240 Millimeter in der Farbe Silbermetallic. Das Verlegesystem der 3/4- Teilung zeigt ein homogenes Erscheinungsbild der Fassadenflächen. Als Untergrund wurde eine 24 Millimeter dicke Holzschalung mit Trennlage aufgebracht. Die sehr leichte und somit montagefreundliche Schindel besteht aus farbbeschichtetem Aluminium in 0,7 Millimeter Dicke und einer Zweischicht-Einbrennlackierung. Für 1 Quadratmeter Fläche werden zehn Schindeln benötigt, die zusammen nur 2,3 Kilogramm wiegen. Die erforderliche Sturmsicherheit gewährleisten Falze auf der Längs- und Querseite, die einen wetterfesten und kraftschlüssigen Verbund bieten.



Für die Arbeiten vor Ort musste das Team der Firma Dachform sportlich alpine Erfahrung mitbringen. Die unterschiedlichen Dachneigungen von 25 bis 90 Grad erwiesen sich als sportliche Herausforderung. Da aus diesem Grund auch nur ein kleiner Bereich eingerüstet werden konnte, waren Bergsteigergeschirr und seilgesicherte Arbeitsbühnen erforderlich, um die 800 Quadratmeter Dachflächen mit Holzunterkonstruktion, Trennlage und etwa 8000 Schindeln fachgerecht zu decken. Lediglich auf der obersten Ebene reduziert sich die Dachneigung auf fünf Grad, sodass etwa 200 Quadratmeter im Prefa »Stehfalzsystem« aus falzbarem Aluminium gedeckt wurden.

Die Dachschindeln von Prefa verbinden die rhombische Schindel-Form mit den Eigenschaften des High-tech-Werkstoffs Aluminium. Kleine verwinkelte Dachkonstruktionen lassen sich damit ebenso einfach und schön realisieren wie Großflächen. Neben klassischen Dachstrukturen werden daher auch verstärkt Objekte modernen Baudesigns mit Prefa Dachschindeln eingedeckt, die in vielen Standardfarben und wahlweise auch mit glatter Oberfläche erhältlich sind.

Prefa Aluminiumprodukte GmbH, www.prefa.com


Das Circular Tiny House auf dem Gelände der Hochschule Coburg besteht ausschließlich aus nachwachsenden, wiederverwendbaren Baustoffen.Foto: Sebastian Kolm

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Galeria Kaskada, Stettin, Polen. Eingesetzte Systeme: MB-59S Casement, MB-70HI, MB-70US, MB-78EI, MB-SR50 A, MB-SR50 HI. Zertifikat: DGNB Gold.

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Dach

Die Inneneinrichtung bietet optimale Rahmenbedingungen für agile Arbeitssituationen. Foto: Yves Sucksdorff

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Drei skulpturale V-Stützen tragen das länglich auskragende, zirka 400 Tonnen schwere Obergeschoss. Foto: Frank Löschke / LIQUID PHOTOGRAPHY

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Mit Hilfe der dynamisch schaltbaren Sichtschutzgläser eyrise 350 lassen sich Räume in Sekundenschnelle in private Räume verwandeln. Bild: eyrise

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Ludwig-Erhard-Brücke in Ulm. Bildquelle: LUX GLENDER

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