19
Jan

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) von wulf architekten

Dank des standardisierten, sich wiederholenden Montageprozesses waren die Öffnungen bereits nach zehn Arbeitstagen komplett geschlossen, sodass mit den Innenarbeiten begonnen werden konnte. Parallel dazu wurden die Lichtbänder bauseitig umlaufend gedämmt und zum Schluss Eindeckrahmen und Abdeckbleche montiert. Diese garantieren eine dauerhaft zuverlässige Wind- und Regendichtheit. Fotos: Velux

Dach

 

Mehr als 1,5 Mio. Demenzerkrankte in Deutschland, fast 300.000 Neuerkrankungen jährlich – die Volkskrankheit stellt uns vor große Herausforderungen. Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) hat sich der Erforschung der Demenz mit all ihren Facetten gewidmet. Ein spektakulärer Neubau für das DZNE am neuen Standort in Bonn verbindet Forschungs- und Laborarbeit mit Verwaltung. Velux Modular Skylights durchfluten die Gebäude mit Tageslicht und setzen die inspirierende und einzigartige Architektur perfekt in Szene.

Geschosshohe Glaslamellen, farblich inspiriert vom umgebenden Kiefernwald, fungieren als Sonnenschutz und prägen die Außenansicht der Gebäude am neuen DZNE Standort in Bonn. Fotos: Velux / Jesper Blaesild
Geschosshohe Glaslamellen, farblich inspiriert vom umgebenden Kiefernwald, fungieren als Sonnenschutz und prägen die Außenansicht der Gebäude am neuen DZNE Standort in Bonn. Fotos: Velux / Jesper Blaesild

Das Atrium-Lichtband aus Velux Modular Skylights im Hauptgebäude lässt das Tageslicht auch tief ins Gebäudeinnere fallen. Durch wechselnde Tageszeiten und Wetter ergibt sich ein faszinierendes Spiel von Licht und Schatten. Fotos: Velux / Jesper Blaesild
Das Atrium-Lichtband aus Velux Modular Skylights im Hauptgebäude lässt das Tageslicht auch tief ins Gebäudeinnere fallen. Durch wechselnde Tageszeiten und Wetter ergibt sich ein faszinierendes Spiel von Licht und Schatten. Fotos: Velux / Jesper Blaesild

Wettbewerb für den Neubau

2012 gewannen wulf architekten den Generalplanerwettbewerb für die Errichtung des neuen Forschungszentrums inmitten eines Kiefernwaldes auf dem Campus des Universitätsklinikum Bonn. Ihr Entwurf für das Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in der Helmholtz-Gemeinschaft sieht drei markante Baukörper vor, deren Dreiteilung ihren Funktionen entspricht: Im Hauptgebäude befinden sich allgemeine Einrichtungen wie Eingangshalle, Cafeteria, Hörsaal, Bibliothek, klinische Forschung, MRT und Verwaltung, das zentrale Forschungsgebäude beherbergt sämtliche Labore sowie die dazugehörigen Büros, im dritten Baukörper schließlich ist das präklinische Institut zuhause. Durch seine organische Form fügt sich das Gebäudetrio harmonisch in die Umgebung ein. Gläserne Gelenke, die auch als Meeting Points genutzt werden können, verbinden die Bauten miteinander.

Das Atrium-Lichtband aus Velux Modular Skylights im Hauptgebäude lässt das Tageslicht auch tief ins Gebäudeinnere fallen. Durch wechselnde Tageszeiten und Wetter ergibt sich ein faszinierendes Spiel von Licht und Schatten. Fotos: Velux / Jesper Blaesild
Das Atrium-Lichtband aus Velux Modular Skylights im Hauptgebäude lässt das Tageslicht auch tief ins Gebäudeinnere fallen. Durch wechselnde Tageszeiten und Wetter ergibt sich ein faszinierendes Spiel von Licht und Schatten. Fotos: Velux / Jesper Blaesild

Außenliegende, geschosshohe Glaslamellen prägen die Außenansicht. Inspiriert vom umgebenden Kiefernwald sind die Lamellen in den Farben Grün, Gelb und Orange gehalten und bieten nicht nur ein sich stets veränderndes Bild, sondern fungieren auch als Sonnenschutz: Je nach Sonnenstand verändern die Lamellen ihren Winkel, sodass blendendes Sonnenlicht in den Räumen verhindert wird.

Tageslicht schafft Aufenthaltsqualität

Zentrales Anliegen von wulf architeken war, eine hohe Aufenthaltsqualität für die ca. 500 hier tätigen Wissenschaftler und Mitarbeiter zu schaffen, ohne Abstriche an der erforderlichen Funktionalität machen zu müssen. Dies erreichten sie unter anderem durch lichtdurchflutete Innenräume und ein freundliches, helles Ambiente in den Gebäuden mit elegant abgerundeten Formen und großflächigen Verglasungen. Bei zweien der drei Gebäude entschieden sich wulf architekten dafür, sie von oben mit Velux Modular Skylights zu belichten. Im Hauptgebäude öffnet ein Atrium-Lichtband mit insgesamt 28 sowohl feststehenden als auch RWA-Modulen, einer Länge von fast 7 Metern und einer Breite von circa 11,5 Metern das Zentrum des Gebäudes und lässt das Tageslicht herein. Durch das ständig wechselnde Wetter und den Lauf der Tageszeiten ergibt sich auch tief im Inneren des Gebäudes ein faszinierendes Spiel von Licht und Schatten. „Licht ist eines der wichtigsten Werkzeuge eines Architekten. Es macht Architektur erst lebendig“, ist sich Steffen Vogt, Partner bei wulf architekten, sicher.

Wenn das Glasdach architektonischer Mittelpunkt sein soll, sind dezentes Design mit Niedrigprofilrahmen und einer nicht sichtbaren Mechanik für die zu öffnenden Module unverzichtbare Voraussetzungen. Foto: Velux / Jesper Blaesild
Wenn das Glasdach architektonischer Mittelpunkt sein soll, sind dezentes Design mit Niedrigprofilrahmen und einer nicht sichtbaren Mechanik für die zu öffnenden Module unverzichtbare Voraussetzungen. Foto: Velux / Jesper Blaesild

 

Noch beeindruckender ist allerdings die Belichtung über das Dach im Laborgebäude. Insgesamt 110 Velux Modular Skylights sind nahezu über die gesamte Länge des ellipsenförmigen Laborgebäudes ebenfalls als Ellipse angeordnet. Die puristische Gestaltung der komplett vorgefertigten Module mit Niedrigprofilrahmen und nicht sichtbarer Mechanik für die zu öffnenden Skylights, die sowohl zur Lüftung als auch als Rauch- und Wärmeabzug genutzt werden können, sorgen dafür, dass die Velux Modular Skylights zum architektonischen Mittelpunkt des Gebäudes werden und perfekt zum außergewöhnlichen Design des gesamten Gebäudes passen.

Insgesamt elf einzelne Dachöffnungen unterschiedlicher Breite bilden die Basis für das ellipsenförmige Atrium des Forschungs- und Laborgebäudes in Bonn. Es sorgt dafür, dass Tageslicht auch in die Mitte des Gebäudes fällt. Das Atrium besteht aus insgesamt 110 Sattellichtband-Modulen des Velux Modular Skylights, die von zwei Monteuren innerhalb von zehn Arbeitstagen auf den Dachöffnungen montiert wurden. Fotos: Velux
Insgesamt elf einzelne Dachöffnungen unterschiedlicher Breite bilden die Basis für das ellipsenförmige Atrium des Forschungs- und Laborgebäudes in Bonn. Es sorgt dafür, dass Tageslicht auch in die Mitte des Gebäudes fällt. Das Atrium besteht aus insgesamt 110 Sattellichtband-Modulen des Velux Modular Skylights, die von zwei Monteuren innerhalb von zehn Arbeitstagen auf den Dachöffnungen montiert wurden. Fotos: Velux

 

Der hochmoderne und rundum gelungene Forschungs- und Laborkomplex bringt mit viel Tageslicht und frischer Luft Energie und Inspiration in das Arbeitsleben der Mitarbeiter: „Wenn Sie hereinkommen, können Sie den Himmel sehen, Ihren Geist öffnen und stolz auf Ihren Arbeitsplatz sein. Ich denke, es ist ein erstaunliches Gebäude“, findet Camille Brosset, Mitarbeiterin in der Verwaltung des DZNE.

Projekt: Neubau DZNE
Bauherr: Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in der Helmholtz-Gemeinschaft (DZNE), Bonn
Architekt: wulf architekten, www.wulfarchitekten.com

Hauptgebäude:
28 VELUX Modular Skylights, Variante Atrium-Lichtband, Neigungswinkel 5°

Laborgebäude:
110 VELUX Modular Skylights, Variante Atrium-Sattel-Lichtband, Neigungswinkel 5°


Bildquelle: Zehnder Group Deutschland GmbH, Lahr

Gebäudetechnik

Auf dem Handtuch-Grundstück positionierte Architektin Anja Engelshove das Gebäude an der hinteren Grundstücksgrenze im dicht bebauten Norden. So haben die Nutzer freien Blick in ihren Garten, in dem Logic Moon-Leuchten von Delta Light dezente Akzente setzen. Bildquelle: Arnd Haug für Delta Light

Beleuchtung

Das schwäbische Unternehmen LUX GLENDER hat ein „Licht-im-Handlauf-System“ entwickelt, dass die Brücke über den Walkegraben in Frankenberg (Eder) eindrucksvoll in Szene setzt. Bildquelle: lux-glender.com

Außenraum

Die von a+r Architekten geplante Neuapostolische Kirche Böblingen integriert sich mit ihrer charaktervollen Klinkerfassade harmonisch in das bauliche Umfeld und stellt Bezüge zu den umliegenden Gebäuden her. Foto: Marcus Ebener

Projekte (d)

Einladend und weitläufig ist das neue Arbeitsloft „M-Lab“ der Agentur Monsun Media in Bremen. Ein gutes akustisches Raumklima schaffen die dezent von der Decke abgehängten Rossoacoustic Pads der Nimbus Group. Foto: POPO Sitzmöbel und Stehschränke GmbH, Patrick Drescher

Innenausbau

Im Sinne der schützenswerten Architektur von Werner Kallmorgen übernahm Licht01 die vorhandenen Deckeneinbauringe soweit wie möglich. Die QR-CBCLampen wurden durch deckenbündig versenkbare LED-Multifunktionsstrahler mit Wechseloptiken und Wallwasher ersetzt. Bildquelle: Andreas Weiss

Projekte (d)

Das neu ausgebaute Dachgeschoss wird im Giebelbereich von geschickt unsichtbar montierten Underscore-Leuchten erhellt. Die Linearleuchten von iGuzzini betonen die Flächen und das Volumen des Giebels völlig schattenfrei und weiten den Raum nach oben auf. Bildquelle: David Franck, Stuttgart

Beleuchtung

Bildquelle: Mehmet & Kazim Akal und Kunstverein Friedrichshafen, Fotograf: Frank Kleinbach

Design Kunst

Bildquelle: Michael Tewes Photographie

Advertorials

Die Westseite des Museums hat eine neue Transparenz erhalten, die freie Sicht in den Museumsshop sowie das Café Kunstpause und vice versa gestattet. Energiesparende Palco-Low-Voltage-Strahler von iGuzzini tauchen den Shop in warmes Licht. Foto: Felix Löchner

Beleuchtung

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