Anzeige AZ-A2-728x90 R7
Start Architektur Schweiz Mehrzweck-Sporthalle von L3P Architekten

Mehrzweck-Sporthalle von L3P Architekten

   
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-sporthalle-1.jpg
   
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-lageplan.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-fassaden.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-schnitt-1.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-schnitt-2.jpg

2007 stellten L3P Architekten die Erweiterung des Oberstufenschulhauses in Niederglatt im Kanton Zürich fertig und ergänzten diese 2010 mit einer neuen Mehrzweck-Sporthalle.

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-erdgeschoss.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-obergeschoss.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-entwurf.jpg

Das bestehende Zentrum Eichi besticht durch die Komposition und das schnörkellose Zusammenspiel der einfachen verputzten Kuben. Die Mehrzweck-Sporthallen GFK-Fassade hat im Gegensatz zum groben Verputz eine Struktur im Material selbst, beide Materialien reagieren sehr stark auf die Lichtverhältnisse. Das Zentrum wurde 1985 durch den Architekten Walter Schindler erbaut. Im Sinne einer Weiterführung der Erweiterung des Oberstufenschulhauses sahen L3P Architekten die Wiederverwendung des bereits erfolgreich verwendeten Fassadenmaterials auch für den Erweiterungsbau der Turnhalle vor. Mit einem neuen Farbton wird das bestehende Farbkonzept mit den warmen Tönen in Richtung orange-rötlich des ganzen Zentrums Eichi weitergeführt und ergänzt.

Die Mehrzweck-Doppelturnhalle von L3P Architekten erscheint als kompakter Baukörper und bildet den architektonischen Abschluss des Schulareals gegen Süd-Westen. Die innere Struktur besteht aus einer zweigeschossigen dienenden Raumschicht an der Westseite und der nach Osten anschließenden Hallen. Auf der Längsseite des neuen Turnhallenanbaues ist die Bühne angeordnet.

Das neue, zweigeschossige Foyer ist auf den Außensportplatz ausgerichtet und großzügig verglast. Toiletten, Office und Außengeräteraum sind im Erdgeschoss konzipiert und auch von außen zugänglich. Die Garderoben und Duschen befinden sich im Obergeschoss und sind über einen zur Halle offenen Gang, der auch als Zuschauergalerie genutzt werden kann, erschlossen. Brandschutztechnisch werden Halle und neue Zugänge als ein Brandabschnitt konzipiert. Dies ermöglicht eine äußerst variable Nutzung – wie der Name »Mehrzweckhalle« es auch fordert. Sämtliche Bereiche werden direkt nach außen entfluchtet. Im 1. OG wird mit einer 2. Korridorschicht diese Entfluchtung nach Süden ermöglicht. Gleichzeitig bringt die Möglichkeit der Abtrennung einen Zusatznutzen für Künstlergarderoben bei Theaterbetrieb, welche über eine interne Treppe direkt mit der Bühne verbunden sind. Ein weiterer Vorteil der vorgelagerten Raumschicht ist die resultierende Intimität für die Nutzer der Garderoben.

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-20.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-21.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-13.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-14.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-15.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-16.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-17.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-18.jpg
Die bestehende Zufahrt aus der Rütiwiesenstraße wurde ausgebaut und asphaltiert. Die Zugänglichkeit für die neue Mehrzweckhalle ist wie folgt geregelt:

Vereine und Schüler nutzen den neuen Eingang im Erdgeschoss, der vis à vis vom Ausgang des Klassentraktes ist. Vereinsmitglieder haben am Abend und unter der Woche die Möglichkeit, ihre Fahrzeuge im Zulieferbereich Office und Bühne abzustellen.

Bei der Nutzung als Mehrzweckhalle erfolgt der Zugang des Publikums über das bestehende Foyer, welches optimal über den Schulplatz und die nahen Parkmöglichkeiten erschlossen wird. Das Foyer sowie die bestehende Turnhalle wurden im Innenbereich bezüglich Materialisierung, Beleuchtung und Farbgebung ebenfalls neu gestaltet.

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-01.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-02.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-03.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-04.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-05.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-06.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-07.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-08.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-09.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-10.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-11.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1102/l3p-architekten-12.jpg

Durch den Anbau verlor die bestehende Turnhalle die vertikale Fensterfläche gegen Süden. Die bestehenden nordorientierten Oberlichter wurden belassen. Mit dem verantwortlichen Bauingenieur, der die Turnhalle 1985 berechnet hatte, wurde die vorhandene Tragstruktur durchgerechnet. Die Alterung des Betons und die daraus resultierende höhere Druckfestigkeit ermöglichte einzelne Ausschnitte.

Aus Kostengründen mussten die anfänglich geplanten runden und spielerisch angeordneten Oberlichter weggelassen werden. Sozusagen als gestalterische Kompensation wurden dann durch die Architekten Kreisvertiefungen in den Sichtbetonwänden und Sperrholzverkleidungen gestaltet. Überhaupt ist der Kreis allgegenwärtig: Zur Zuschauergalerie wurden in die Betonwände runde Fräsungen erstellt respektive die neuen Wänden entsprechend geschalt. Wie hüpfende Spielbälle entsteht so zusammen mit den Vertiefungen eine Metapher, welche die Halle räumlich sehr attraktiv macht.

Neubau, Materialkonzept innen:

- Bodenbelag im Korridor mit eingefärbtem Hartbeton

- Garderoben/Duschen/Office etc. fugenlos mit PU-Beschichtung

- Turnhalle mit Sporthallenbelag in PU

- Tragende Wände und Brüstungen sowie Decken in Beton sichtbar bleibend, partiell mit Graffitischutz versehen

- Korridorwände EG / OG und Teile der Wände Turnhalle mit Seekiefer-Sperrholzplatten perforiert und absorbierend ausgebildet

- Decken Korridor und Turnhalle mit Seekiefer-Sperrholzplatten perforiert und absorbierend ausgebildet

Projektangaben


Mehrzweck-Zweifach-Sporthalle, 8172 Niederglatt ZH

Bauherr: Gemeindeverwaltung, Grafschaftstrasse 55, 8172 Niederglatt

Architektur:

L3P Architekten AG FH SIA, www.l3p.ch

Projektverantwortlich:
Martin Reusser dipl.Arch.FH
Boris Egli dipl.Arch.FH
Markus Müller dipl.Arch.FH

weitere Projekte von L3P Architekten


Farbgestalter: Beat Soller, Schweizer AG, Zürich

Bauingenieur: Schiavi Partner Ingenieure AG, Bülach

Fotograph: Vito Stallone

Leuchten:
Zumtobel Licht AG, www.zumtobel.ch
Regent Beleuchtungskörper AG, www.regent.ch
Tulux AG, www.tulux.ch

Möblierung:
Hüba AG, www.hueba.ch

Wettbewerb: Dezember 2007 bis Januar 2008
Planungsbeginn: März 2008
Bauzeit: März 2009 bis Juni 2010
Eröffnungsfeier: 03. Juli 2010
Inbetriebnahme: 23. August 2010

Total umbauter Raum nach SIA 416 in m³: 6250 m³
Bruttogeschossfläche: 1700m²
Anlagekosten (BKP 1–9): 7 500 00.- Franken
Gebäudekosten (BKP 2/m³): Franken 600.-/m³ (SIA 116)

Eduard’s – Lifestyle-Bar von DIA – Dittel Architekten

Eduard’s – Lifestyle-Bar von DIA – Dittel Architekten

DIA – Dittel Architekten entwickelt das Gastronomie-Design sowie Name und Corporate Design der Bar Eduard’s und verantwortet die Ausführung im Dorotheen Quartier in Stuttgart. Benannt nach dem Breuninger-Gründer setzt die neue Lifestyle-Bar ein klares Statement im neuen Viertel.

Enso Sushi & Grill von DIA – Dittel Architekten

Enso Sushi & Grill von DIA – Dittel Architekten

DIA – Dittel Architekten gestaltet und realisiert die Gastronomie Enso Sushi & Grill in exponierter Lage im Dorotheen Quartier in Stuttgart. Das moderne Design ist anspruchsvoll und kreativ wie die asiatisch-europäische Fusion-Küche. Die Neuinterpretation traditioneller Architekturelemente Asien...

Wohnflächen statt Büroflächen

Wohnflächen statt Büroflächen

Um an Standorten, die scheinbar nur für Büroflächen geeignet sind, attraktiven Wohnraum zu schaffen, bedarf es besonderer Konzepte. Ein solches hat das Stuttgarter Architekturbüro Frank Ludwig für die Stuttgarter Olgastraße 87 entworfen: An der belebten innerstädtischen Straße im Zentrum der Schwabe...

Weitere Artikel:

Keramik für dünnwandige Waschtische

Keramik für dünnwandige Waschtische

TOTO verfügt über ein breit gefächertes Angebot an Sanitärkeramik und insbesondere an Waschtischen, die universell einsetzbar sind. Als herausragende Eigenschaften gelten Hygiene, Robustheit, Langlebigkeit und ein dezentes, hochwertiges Design.

Farbige Fassadenbahn

Farbige Fassadenbahn

In der völlig neu entwickelten, diffusionsoffenen, dauerhaft UV-stabile Fassadenbahn »Ampatop F Color« haben die Beschichtungsspezialisten eine Vielzahl an bauphysikalischen Eigenschaften vereint. Darüber hinaus ermöglicht sie individuelle Farben in der Fassadengestaltung.

Corbusier-Farben im Hamburger Hotel Wedina

Corbusier-Farben im Hamburger Hotel Wedina

Das Hamburger Hotel Wedina hat ein umfassendes Facelift erhalten, bei dem Farbe eine zentrale Rolle spielt. Die Fassade macht in leuchtendem Rot auf sich aufmerksam und jedes Zimmer zeigt sich in einem anderen, meist sehr kräftigen, Ton. Architekt Dirk Michel vertraute dabei auf die ausgewogene Farb...

Weitere Artikel:
Anzeige AZ-C1-300x250 GDC

AZ Newsletter

Ihre E-Mail
 Anmelden  Abmelden

Der Newsletter der AZ/Architekturzeitung ist kostenlos und kann jederzeit unkompliziert abbestellt werden.

Fachwissen | Architekten + Planer

  • Der Gebäude-Energieberater
    Der Gebäude-Energieberater Ein junger Berufsstand und seine bewegte Geschichte: Gebäude-Energieberater lotsen Hauseigentümer durch den Regelungs- und Förderungsdschungel und sind wichtige Empfehler bei…

AZ Architekten Ingenieure Planer

  • Just/Burgeff Architekten
    Just/Burgeff Architekten Just / Burgeff Architekten aus Frankfurt geht es um das Entfalten von architektonischen und städtebaulichen Potentialen. Um eine maßgeschneiderte, nachhaltige…

Keramik für dünnwandige Waschtische

Keramik für dünnwandige Waschtische

TOTO verfügt über ein breit gefächertes Angebot an Sanitärkeramik und insbesondere an Waschtischen, die universell einsetzbar sind. Als herausragende Eigenschaften gelten...

Farbige Fassadenbahn

Farbige Fassadenbahn

In der völlig neu entwickelten, diffusionsoffenen, dauerhaft UV-stabile Fassadenbahn »Ampatop F Color« haben die Beschichtungsspezialisten eine Vielzahl an bauphysikalisc...

Corbusier-Farben im Hamburger Hotel Wedina

Corbusier-Farben im Hamburger Hotel Wedina

Das Hamburger Hotel Wedina hat ein umfassendes Facelift erhalten, bei dem Farbe eine zentrale Rolle spielt. Die Fassade macht in leuchtendem Rot auf sich aufmerksam und j...

Wohlfühlen mit Wärmepumpe

Wohlfühlen mit Wärmepumpe

Das zweigeschossige Haus von Melanie und Maik Westphal fügt sich ausgesprochen harmonisch in das 823 Quadratmeter große Hanggrundstück ein. Vorab hatten sie das mit zahlr...

Kalksandstein mit neuen technischen Möglichkeiten

Kalksandstein mit neuen technischen Möglichkeiten

Der Baustoffhersteller Heidelberger Kalksandstein hat technische Grenzen zugunsten des Designs erweitert. Das Produktionsverfahren der Kalksandsteine unterstützt nun den ...

PolygonGarden von HKA Hastrich Keuthage Architekten

PolygonGarden von HKA Hastrich Keuthage Architekten

HKA Hastrich Keuthage Architekten entwickelten für das Projekt »PolygonGarden« eine lange Glasfassade, deren Faltung eine interessant belebte Straßensilhouette erzeugt. D...

Keukenhof in Lisse bei Amsterdam von Mecanoo

Keukenhof in Lisse bei Amsterdam von Mecanoo

Der Keukenhof in Lisse bei Amsterdam ist das internationale Schaufenster der niederländischen Blumenzucht. In den acht Wochen von Anfang März bis Mitte Mai wird dort geze...

Port House in Antwerpen von Zaha Hadid

Port House in Antwerpen von Zaha Hadid

Mit seinem skulpturellen Design und seiner Höhe von 46 m schon von weitem sichtbar, wurde das Port House im Hafenviertel zu einer neuen Landmark in Antwerpen. Der spektak...

Design- und Funktionsvielfalt an der Tür

Design- und Funktionsvielfalt an der Tür

Der erste Eindruck ist bekanntlich der wichtigste und das neue Türkommunikations-System von Gira hat uns in der Redaktion außerordentlich gut gefallen. Das Gira »System 1...

Designklassiker in Edelstahl

Designklassiker in Edelstahl

Mit dem Schalterprogramm »E2« hat Gira einen modernen Klassiker geschaffen: ein formstrenges, reduziertes Design, das eine kompromisslos klare Aussage macht und zugleich ...

Weitere Artikel:


Anzeige AZ-D1-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.