Start Magazin Wettbewerbe Eller + Eller Architekten gewinnen BASF Architekturwettbewerb

Eller + Eller Architekten gewinnen BASF Architekturwettbewerb

Die BASF stellt aktuell den erstplatzierten Entwurf für ein repräsentatives Bürogebäude am Standort Ludwigshafen vor. Eller + Eller Architekten aus Düsseldorf sind mit ihrer Planung als Gewinner aus dem Ende 2013 ausgeschriebenen Architektenwettbewerb hervorgegangen. Der Entwurf ist laut Werksleiter Friedrich Seitz architektonisch attraktiv, funktional und spiegelt den Anspruch der BASF wider, durch neue und zeitgemäße Bauprojekte am Standort Ludwigshafen einen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft zu leisten.

Laut Albert Speer, Vorsitzender der Jury, überzeugte der Gewinnerentwurf die Jury durch eine attraktive, flexible innere Organisation und eine zukunftsweisende Architektursprache. Das Modell ermöglicht die größte Flexibilität für zukünftige Arbeitswelten. Insbesondere die Fassade passt zum Innovationsgeist der BASF, so Speer.

Knapp vierzig Architekturbüros, darunter sowohl deutsche und europäische Büros mit internationaler Geschäftstätigkeit als auch Unternehmen aus der Region, nahmen an dem mehrstufigen Auswahlverfahren teil. Aufgabe war es, ein repräsentatives Bürogebäude am Standort Ludwigshafen auf einer Grundfläche von 20.000 m², mit einer Mindesthöhe von 75 Metern, einer Panorama- Ebene und modernen Büro- und Besprechungsräumen für rund 600 BASF-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter zu planen. Ziel des Architektenwettbewerbs waren bauliche Entwürfe, die sich gut in den bestehenden städtebaulichen Rahmen einfügen und mit den benachbarten Gebäuden als Ensemble eine ansprechende Eingangssituation zur BASF schaffen. In unmittelbarer Nachbarschaft des geplanten Neubaus entsteht derzeit östlich das Büro- und Konferenzgebäude D 105. Westlich grenzt das Besucherzentrum an, das gerade umgebaut und erweitert wird.

Der Architektenwettbewerb wurde von einer Jury begleitet, die sich aus Unternehmensvertretern, Repräsentanten der Stadt Ludwigshafen und Architekturexperten zusammensetzte. Der Abriss des in den 50er-Jahren von Hentrich und Pentschnigg & Partner geplanten Friedrich-Engelhorn-Hauses wird voraussichtlich bis Ende 2014 dauern. Das neue Gebäude soll frühestens ab 2016 gebaut werden.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2014/1407/basf-architektur-wettbewerb-eller-eller-architekten-1.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2014/1407/basf-architektur-wettbewerb-eller-eller-architekten-2.jpg

1. Platz: Eller + Eller Architekten

Eller + Eller Architekten haben das Gebäude als homogenen und geometrischen Baukörper entworfen, der in zwei parallele 88 Meter hohe Scheiben gegliedert ist. Diese sind durch eine transparente Mittelfuge verbunden. Die Raumanordnung im Innenbereich sieht Kommunikations- und Gemeinschaftsflächen in der Fuge zwischen den beiden Scheiben vor. Diese sind lichtdurchflutet und optimal zugänglich. Die Bürobereiche liegen jeweils westlich und östlich der Mittelzone. Die Aufzüge sind dicht an der Fassade angeordnet. Zwei der insgesamt vier Aufzüge ermöglichen so während der Fahrt einen Blick über das BASF-Werksgelände bis zum Rhein. Am anderen Ende der Mittelzone sind zweigeschossige Wintergärten angeordnet. Das vorletzte Geschoss ist über die Gesamtfläche als Panoramaebene mit Konferenzbereichen und einem kleinen Außenbereich angelegt. Das 20. Geschoss ist mit Dachgarten und Terrasse auch für Besucher vorgesehen.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2014/1407/basf-architektur-wettbewerb-ksp-juergen-engel-architekten.jpg

2. Platz: KSP Jürgen Engel Architekten
KSP Jürgen Engel Architekten haben das Gebäude als einen etwa 80 Meter hohen, quaderförmigen Baukörper geplant, der so wirkt, als ob er aus sechs, leicht versetzt aufeinander gestapelten Würfeln zusammengesetzt ist. Dieser optische Effekt wird durch Vor- und Rücksprünge, durch eine unterschiedliche Fassadenrasterung der einzelnen Würfelflächen und durch Scheinfugen erzeugt. Im Innenbereich ist das Gebäude klassisch gestaltet. Im Zentrum sind Aufzüge und Treppen angelegt, die Bürobereiche mit Außenblick schließen sich daran an. Eine Panoramaebene ist im 17. Geschoss vorgesehen.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2014/1407/basf-architektur-wettbewerb-gerkan-marg-architekten.jpg

3. Platz: Gerkan, Marg und Partner (gmp)
Gerkan, Marg und Partner haben das Gebäude als zwei ineinander verschachtelte L-förmige gläserne Baukörper mit einer Gesamthöhe von 92,50 Metern geplant. Der eine Grundkörper ist mit dem Gebäudezugang Richtung Vorplatz ausgerichtet, der andere in Richtung Werksgelände. Im Innenbereich ist eine dreigeschossige gläserne Eingangslobby mit zentralen Aufzügen vorgesehen. Der Entwurf zeigt einen offenen inneren Gebäudekern, der von Bürobereichen mit Ausblick umgeben ist, sowie eine Panoramaebene mit Konferenzraum und vorgelagertem Foyer, die als Skylobby im 19. Obergeschoss angelegt ist. Im 20. Obergeschoss gibt es eine öffentliche Aussichtsplattform mit 360- Grad-Ausblick.

Fürst & Friedrich – Neubau von slapa oberholz pszczulny architekten

Fürst & Friedrich – Neubau von slapa oberholz pszczulny architekten

Mit dem geplanten Büro- und Geschäftshaus Fürst & Friedrich von slapa oberholz pszczulny | sop architekten entsteht ein markanter Neubau in der Düsseldorfer Innenstadt, der das Viertel rund um den beliebten Kirchplatz aufwerten wird.

3M Headquarter in Langenthal von Marazzi + Paul Architekten

3M Headquarter in Langenthal von Marazzi + Paul Architekten

Als Headquarter für den internationalen Technologiekonzern 3M EMEA hat das Architekturbüro Marazzi + Paul ein visionäres Bürogebäude in Langenthal realisiert. Der Neubau direkt beim Bahnhof steht für die Innovationskraft und Offenheit des globalen Leaders 3M ebenso wie für die Dynamik und Wandelbark...

Grand Tower von Kaminiarz & Cie. ist bestes Wohnhochhaus in Europa

Grand Tower von Kaminiarz & Cie. ist bestes Wohnhochhaus in Europa

Nachdem das Frankfurter Büro Magnus Kaminiarz & Cie. Architektur für den Grand Tower bereits den European Property Award 2017 als bestes Wohnhochhaus Deutschlands erhielt, bekam das Gebäude vor wenigen Tagen in London nun auch den International Property Award 2017 als bestes Wohnhochhaus in ganz...

Weitere Artikel:

Schlichtes und reduziertes Design

Schlichtes und reduziertes Design

»SP – Square Perfection« heißt das WC, das der japanische Sanitärkeramik-Hersteller TOTO ab Januar 2018 auf den Markt bringt. Neu ist die Form: Elegant, kompakt und geometrisch gestaltet greift greift das WC auf die bekannten TOTO Hygiene-Technologien zurück.

»Schule der Zukunft« im alten Hafen von Haderslev

»Schule der Zukunft« im alten Hafen von Haderslev

In der dänischen Küstenstadt Haderslev ist mitten im alten Hafenareal ein zukunftsweisendes Bildungszentrum entstanden. Dieses hebt sich nicht nur durch seine außergewöhnliche Architektur ohne das traditionelle Klassenzimmer von gängigen Bildungseinrichtungen ab, sondern auch durch seine innovativen...

Duschen mit Spa-Effekt

Duschen mit Spa-Effekt

Moderne Badkultur ist von Design, Luxus und Technik geprägt. Das Duschritual als besonderen Verwöhnmoment des Tages zu schätzen und neben der Reinheit auch Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern, ist Teil dieser Kultur. Das japanische Unternehmen TOTO hat Duschsysteme entwickelt, die ein Wohlgefühl ...

Weitere Artikel:
Anzeige AZ-C1-300x250 R7

AZ Newsletter

Ihre E-Mail
 Anmelden  Abmelden

Der Newsletter der AZ/Architekturzeitung ist kostenlos und kann jederzeit unkompliziert abbestellt werden.

Fachwissen | Architekten + Planer

  • Der Gebäude-Energieberater
    Der Gebäude-Energieberater Ein junger Berufsstand und seine bewegte Geschichte: Gebäude-Energieberater lotsen Hauseigentümer durch den Regelungs- und Förderungsdschungel und sind wichtige Empfehler bei…

Schlichtes und reduziertes Design

Schlichtes und reduziertes Design

»SP – Square Perfection« heißt das WC, das der japanische Sanitärkeramik-Hersteller TOTO ab Januar 2018 auf den Markt bringt. Neu ist die Form: Elegant, kompakt und geome...

Timmerhuis in Rotterdam von OMA

Timmerhuis in Rotterdam von OMA

Das von den Rotterdamer Städtebauexperten OMA (Office for Metropolitan Architecture) erdachte Timmerhuis in Rotterdam gilt als das »grünste Gebäude der Niederlande«. Es v...

»Schule der Zukunft« im alten Hafen von Haderslev

»Schule der Zukunft« im alten Hafen von Haderslev

In der dänischen Küstenstadt Haderslev ist mitten im alten Hafenareal ein zukunftsweisendes Bildungszentrum entstanden. Dieses hebt sich nicht nur durch seine außergewöhn...

Duschen mit Spa-Effekt

Duschen mit Spa-Effekt

Moderne Badkultur ist von Design, Luxus und Technik geprägt. Das Duschritual als besonderen Verwöhnmoment des Tages zu schätzen und neben der Reinheit auch Gesundheit und...

Fassadenkunst: Abstrakt bis naturalistisch

Fassadenkunst: Abstrakt bis naturalistisch

In nur sieben Wochen wich grauer Beton einer abstrakt-naturalistischen Malerei mit blauem Himmel, weißen Wolken, täuschend echten Bäumen und einem illusionistischen Strei...

Wintergarten gut beheizt

Wintergarten gut beheizt

Im Wintergarten hat Wärme nicht nur einfach die Funktion »Heizen« zu erfüllen. Wärme weckt Emotionen und bringt Atmosphäre in den gläsernen Raum. Eine elektrische Strahlu...

Zargenlose und lichtdurchlässige Schiebetür

Zargenlose und lichtdurchlässige Schiebetür

Die in der eigenen Betriebsstätte hergestellte, zargenlose Schiebetür bestehen aus dem lichtdurchlässigen, biegesteifen Wabenpaneel »ViewPan« mit Oberflächen aus Acrylgla...

Corbusier-Farben im Hamburger Hotel Wedina

Corbusier-Farben im Hamburger Hotel Wedina

Das Hamburger Hotel Wedina hat ein umfassendes Facelift erhalten, bei dem Farbe eine zentrale Rolle spielt. Die Fassade macht in leuchtendem Rot auf sich aufmerksam und j...

Kita in Weißenfeld von Grund Architekten

Kita in Weißenfeld von Grund Architekten

Über hundert Jahre wurde in der Schnapsbrennerei in Weißenfeld hochprozentiger Alkohol aus Kartoffeln für medizinische Zwecke hergestellt. Um das Gebäude zu erhalten und ...

Aussichtsplattform Wolkenhain: Landmarke der IGA

Aussichtsplattform Wolkenhain: Landmarke der IGA

Bis Oktober ist Berlins östlichster Stadtbezirk Standort für die Internationale Gartenausstellung (IGA), zu der rund zwei Millionen Gäste aus Europa erwartet werden. Die ...

Weitere Artikel:


Anzeigen AZ-D1-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.