Anzeige AZ-A2-728x90
Start Magazin Studentenwerk Münchner Studenten planen und bauen Schule in Nairobi

Münchner Studenten planen und bauen Schule in Nairobi

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1201/sto-stiftung-bild_1_richtfest.jpg

Nachhaltigkeit und energetisch sinnvolle Bauweisen standen im Zentrum des summerschool Wettbewerbs der Sto-Stiftung im Jahr 2010. Eines von drei prämierten Projekten ist der Bau einer Handwerksschule für Jugendliche aus den Slums von Kenias Hauptstadt. Die Initiatoren vom Fachgebiet Holzbau der Architekturfakultät an der TU München setzen damit ein Zeichen für soziale Nachhaltigkeit.Die Studenten wiederum lernen nicht nur am Reißbrett, sondern auch bei der Bauausführung des Projektes »Eine Schule für Nairobi«. 2011 begann die Umsetzung. Mit der achtjährigen Grundschulzeit endet für die meisten Jugendlichen aus dem Slum Mathare die Ausbildung, es gibt kaum Möglichkeiten einen Beruf zu erlernen. Eine sinnvolle Perspektive wollen der deutsche Verein Promoting Africa und die kenianische Partnerorganisation Youth Support Kenya durch den Bau einer Handwerksschule eröffnen. Dort sollen kenianische und europäische Lehrer in den Bereichen Handwerk, Technik oder Landwirtschaft ausbilden und den Jugendlichen so den Weg in die finanzielle Unabhängigkeit ebnen.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1201/sto-stiftung-bild_2.jpg

Mit der achtjährigen Grundschulzeit endet für die meisten Jugendlichen aus dem Slum Mathare die Ausbildung, es gibt kaum Möglichkeiten einen Beruf zu erlernen. Eine sinnvolle Perspektive wollen der deutsche Verein Promoting Africa und die kenianische Partnerorganisation Youth Support Kenya durch den Bau einer Handwerksschule eröffnen. Dort sollen kenianische und europäische Lehrer in den Bereichen Handwerk, Technik oder Landwirtschaft ausbilden und den Jugendlichen so den Weg in die finanzielle Unabhängigkeit ebnen. Im Studienjahr 2010/2011 entwarfen Studenten der TU München Werkräume, Schlafbereiche, Küche, Büro und einen Sanitärbereich. Traditionell afrikanisch öffnen sich die Gebäude zum Grundstück. Auch die Freiflächen werden einbezogen und für den Unterricht genutzt.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1201/sto-stiftung-bild_3_bambusstapel.jpg

Je zwei Studenten und Mitarbeiter der TU München reisten im März 2011 nach Nairobi, um das Grundstück zu vermessen, die Infrastruktur zu erforschen und die Zusammenarbeit mit der kenianischen Partneruniversität Jomo Kenyatta University of Agriculture and Technology vorzubereiten. Im Mai legten Arbeiter aus der Umgebung die Fundamente. Die erste Bauphase startete im August 2011 mit dem Rohbau, den Studenten und Arbeiter aus der Umgebung gemeinsam errichteten. Mit reiner Muskelkraft wurde Beton für Bodenplatten und Ringbalken mit der Schaufel gemischt und per Menschenkette zum Einsatzort gereicht.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1201/sto-stiftung-bild_4_werkraum.jpg

Die Dachkonstruktion aller Gebäude wurde aus Bambus gefertigt, der vor Ort verfügbar ist und schnell nachwächst. Ungewöhnlich starke Regenfälle in den Aberdare-Bergen behinderten den Nachschub, sodass nur ein Drittel der für den Bau benötigten Menge vorhanden war. Aus Bambusrohren, die für das Tragwerk nicht geeignet waren, wurden Gerüste und Arbeitstische gefertigt, um teures Bauholz zu sparen. Im März 2012 sollen die Dächer nun in einer weiteren Bauphase fertig gestellt werden. Für die Schlafräume ist ein Lehmschlag unter der Dacheindeckung aus Faserzementplatten vorgesehen, die den Ausgleich zwischen Tages- und Nachttemperaturen gewährleistet.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1201/sto-stiftung-bild_5_strassenansicht.jpg

Ungewöhnliche Lösungen verlangte auch die Versorgung des unerschlossenen Grundstücks. Außerhalb der Regenzeit ist Wasser ein kostbares Gut für die Bewohner, sodass jeder Tropfen sinnvoll genutzt werden muss. Deshalb sind Trockentoiletten und eine biologische Kläranlage geplant; eine Fotovoltaikanlage soll das nachhaltige Versorgungskonzept ergänzen. Mit der Fertigstellung von Fenstern und Dach im März 2012 soll der erste Abschnitt abgeschlossen sein.

Fotos: Matthias Kestel

Ergebnisse des Realisierungswettbewerb JUNG Gründervilla

Ergebnisse des Realisierungswettbewerb JUNG Gründervilla

Für den Umbau und die Erweiterung der Villa des Firmengründers Albrecht Jung in Schalksmühle lobte das Unternehmen JUNG Anfang 2017 den offenen, einphasigen, hochbaulichen Realisierungswettbewerb für junge Architekturbüros aus. Jetzt wählte die Fachjury unter Vorsitz von Prof. Michael Schumacher aus...

Villa Waldried von Marazzi + Paul

Villa Waldried von Marazzi + Paul

Die 1942 erbaute Villa Waldried präsentiert sich nach dem Umbau der Architekten Marazzi + Paulmit einer umgestalteten Gebäudehülle, einer optimierten Grundrissorganisation und erweiterten Raumlandschaft. Die Renovierungsmassnahmen umfassen neben der Umgestaltung der Gebäudehülle auch die Transformat...

Hydro-Aluminiumwerk in Grevenbroich von pbr

Hydro-Aluminiumwerk in Grevenbroich von pbr

Industrie 4.0 steht für digitale Produktion und moderne Technologien. Zunehmend wird just in time gefertigt und ebenso sollen die erforderlichen Produktionsstätten in immer kürzeren Zyklen entstehen. So auch auf dem Grevenbroicher Werkgelände von Hydro, einem der führenden Aluminiumkonzerne in Europ...

Weitere Artikel:

Glasfassade des Groundscraper 5 Broadgate

Glasfassade des Groundscraper 5 Broadgate

Besondere Architektur funktioniert auch horizontal. Das beweist der visuell und funktional beeindruckende Groundscraper »5 Broadgate« im Londoner Finanzviertel. Der stahlummantelte »Zylinderblock« aus der Feder von Make Architects ist zwar nur 13 Stockwerke hoch, deckt aber allein auf seinen vier Tr...

Glasfassade der T-Mobile Arena in Las Vegas

Glasfassade der T-Mobile Arena in Las Vegas

Rund 2.790 Quadratmeter Isolierglas wurden für die Glasfassade der T-Mobile Arena in Las Vegas an Ort und Stelle kalt gebogen und in Aluminiumrahmen montiert. Das Kaltbiegeverfahren war zusammen mit der hochautomatisierten Fertigung der IG-Einheiten der Garant dafür, dass das größte Projekt, das jem...

Simsala BIM

Simsala BIM

Building Information Modeling (BIM) ist keine Hexerei – aber ein ernst zu nehmender Meilenstein für die gesamte Architektur- und Baubranche. Der smarte Prozess mit den fünf Dimensionen nimmt gerade richtig Fahrt auf und ist bald nicht mehr wegzudenken aus der täglichen Arbeit der Architekten und Pla...

Weitere Artikel:
Anzeige AZ-C1-300x250 GDC

AZ Newsletter

Ihre E-Mail
 Anmelden  Abmelden

Der Newsletter der AZ/Architekturzeitung ist kostenlos und kann jederzeit unkompliziert abbestellt werden.

Fachwissen | Architekten + Planer

  • Der Gebäude-Energieberater
    Der Gebäude-Energieberater Ein junger Berufsstand und seine bewegte Geschichte: Gebäude-Energieberater lotsen Hauseigentümer durch den Regelungs- und Förderungsdschungel und sind wichtige Empfehler bei…

Glasfassade des Groundscraper 5 Broadgate

Glasfassade des Groundscraper 5 Broadgate

Besondere Architektur funktioniert auch horizontal. Das beweist der visuell und funktional beeindruckende Groundscraper »5 Broadgate« im Londoner Finanzviertel. Der stahl...

Glasfassade der T-Mobile Arena in Las Vegas

Glasfassade der T-Mobile Arena in Las Vegas

Rund 2.790 Quadratmeter Isolierglas wurden für die Glasfassade der T-Mobile Arena in Las Vegas an Ort und Stelle kalt gebogen und in Aluminiumrahmen montiert. Das Kaltbie...

Simsala BIM

Simsala BIM

Building Information Modeling (BIM) ist keine Hexerei – aber ein ernst zu nehmender Meilenstein für die gesamte Architektur- und Baubranche. Der smarte Prozess mit den fü...

Smart aufgestockt

Smart aufgestockt

Schlanke 60 Millimeter misst die Standarddämmstärke bei vielen weitläufigen Flachdächern. Für die Montage der Dachgully-Aufstockelemente ist eine höhenreduzierte Einbauhi...

Sensible Architektur – Neubau des Krematoriums St. Gallen

Sensible Architektur – Neubau des Krematoriums St. Gallen

Krematorien empfangen Besucher in einem Zustand emotionaler Anspannung, weshalb der Architektur dieser Gebäude eine schwierige Aufgabe zuteil wird. So sollte sie Sicherhe...

Heiz-Kühlelemente in einer Kirche in Hannover

Heiz-Kühlelemente in einer Kirche in Hannover

Die Evangelisch-reformierte Kirche in Hannover erhielt für den Gottesdienstraum eine Heiz-Kühldecke in Form eines Deckensegels. Dabei waren die besonderen Gegebenheiten d...

Modernisierung des Pariser Louvre

Modernisierung des Pariser Louvre

Im Rahmen des Pyramid Project, wurde der Empfangsbereich des Louvre unterhalb der Pyramide in den Jahren 2014 bis 2016 umfangreich neu gestaltet. Die 1989 eröffnete Pyram...

Lösung für Kostenplanung, BIM und Abrechnung

Lösung für Kostenplanung, BIM und Abrechnung

Die mit dem BIM-Prozess verbundene Digitalisierung von Planen und Bauen kann zu einer erheblichen Steigerung der Wirtschaftlichkeit führen. Besonders im Bereich Kostenpla...

Quantensprung in der Dämmtechnik mit Glas

Quantensprung in der Dämmtechnik mit Glas

Die neue Isolierglas-Produktlinie »sedak isomax« hat einen U-Wert bis 0,23 W/m²K. Die Zweifach- oder Dreifach-Gläser gibt es in den für den Hersteller typischen Überforma...

Modulares Oberlicht-System in einer schwedischen Berufsschule

Modulares Oberlicht-System in einer schwedischen Berufsschule

Nicht nur manche Schüler, auch das Schulgebäude des schwedischen Sågbäcksgymnasiet musste lange Zeit mit einem »Ungenügend« beurteilt werden: Dunkle Gänge, graue Wände un...

Weitere Artikel:


Anzeige AZ-D1-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.