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Jan

Wiedereinstieg nach der Elternzeit für Ingenieurinnen

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So schön und bereichernd die Elternzeit ist, so einschneidend kann sie für die Karriere sein – insbesondere in schnelllebigen Branchen wie dem Ingenieurswesen. Ein mehrgliedriges Qualifizierungsangebot hilft deshalb erfolgreich Ingenieurinnen beim Wiedereinstieg und weckt damit ungenutzte Potenziale von Fachkräften.

Die berufliche Auszeit nach der Geburt eines Kindes ist für berufstätige Eltern in Deutschland ein unersetzliches Gut. Bis zu drei Jahre Elternzeit kann ein Elternpaar pro Kind beim Arbeitgeber beantragen. Häufig sind es Mütter, die davon einen großen Teil beanspruchen und nicht weniger häufig werden sie in dieser Zeit wieder schwanger, womit sich die Familienpause entsprechend verlängert. Ein beruflicher Wiedereinstieg in die schnelllebige und rasant wachsende Ingenieursbranche mit extrem kurzen Innovationszyklen und sich verändernden Anforderungen für Unternehmen birgt dann fast unüberwindbare Hürden. Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) hilft seit 2016 Betroffenen mit dem Projekt »Back2Job – Ingenieurinnen gesucht!« dabei, diese Hürden zu überwinden und kann inzwischen mehrere Erfolgsgeschichten erzählen.

Zum Beispiel die von Neeraja Rao Pawar aus Langenhagen bei Hannover. Die 35-jährige zweifache Mutter hat einen vorzeigbaren Lebenslauf. Sie durchlief nach ihrem mit Auszeichnung abgeschlossenen Maschinenbaustudium in ihrer Heimat Indien mehrere berufliche Stationen als Ingenieurin, unter anderem bei einer indischen Firma in Hamburg. Auf die Geburt ihres ersten Kindes im Jahr 2007 folgten zehn Jahre Familienpause inklusive der Geburt ihres zweiten Kindes. 2017 entschied sie sich, beruflich wieder durchzustarten. Durch das Qualifizierungsangebot »Back2Job« erhielt sie zunächst eine individuelle Unterstützung und Beratung. Wie bringe ich Familie und Beruf unter einen Hut? Zu welchem Unternehmen passe ich? Zu diesen und anderen Fragen beraten Expertinnen und Experten ganz nach Bedarf. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein entscheidender Faktor, daher ist das Projekt in Teilzeit angelegt. Die Qualifizierung ist mehrgliedrig: In einer mehrmonatigen betrieblichen Praxisphase zeigt sich, welche Kompetenzen die Ingenieurinnen bereits mitbringen und in welchen Bereichen ein Auffrischen des Fachwissens sinnvoll ist. Dann folgt ein Semester als Gasthörerin an der Leibniz Universität Hannover oder Hochschule Hannover, wo technisches Wissen aktualisiert und neues Potenzial geschöpft wird. Prof. Dr. Birgit Glasmacher, Direktorin des Instituts für Mehrphasenprozesse an der Leibniz Universität Hannover, unterstützt die Initiative sowie die Teilnehmerinnen und freut sich über den Erfolg: »Ingenieurinnen sind sehr gefragt. Damit Fachkräfte nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg in eine Anstellung schaffen, braucht es aber eine sehr zielgerichtete und jobspezifische Unterstützung. Mit der Kombination aus training on the job und der theoretischen Wissensaktualisierung an der Uni gelingt uns das.« Frauen mit Migrationshintergrund wie Neeraja wird zusätzlich eine besondere Unterstützung geboten, etwa bei der Anerkennung des ausländischen Studienabschlusses oder durch Sprachunterricht und das Erlernen deutscher Fachtermini.

Inzwischen ist Neeraja Rao Pawar als Praktikantin bei der hannoverschen Firma Komatsu angestellt, wo man glücklich über die Vermittlung ist. Alina Nolte, Mitarbeiterin der Personalentwicklung, lobt die unkomplizierte Vermittlung und die Beratung für Arbeitgeber seitens des BNW: »Das Recruiting von motivierten Fachkräften ist kein leichtes Unterfangen – für uns ist die Initiative ein riesen Gewinn.«

Back2Job wurde auf Initiative der Fachkräfteallianz Hannover ins Leben gerufen und wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert und von der Region Hannover ko-finanziert. Umgesetzt und geleitet wird das Projekt vom BNW. Neben Leibniz Universität und Hochschule Hannover zählen die Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung der Region Hannover, die Koordinierungsstelle Frau und Beruf, die Agentur für Arbeit und das Jobcenter Hannover, das Familienmanagement der Landeshauptstadt sowie die Betriebe der Leine-Weser-Region zu den Projekt-Partnern des BNW. Elf von insgesamt 23 aktuellen Teilnehmerinnen befinden sich zurzeit in Praktika. Drei Frauen konnte der berufliche Wiedereinstieg in die Ingenieursbranche gelingen, unter anderem bei dem Softwarehersteller HaCon in Hannover, worüber sich die Personalverantwortliche Bettina Malosczyk sehr freut: „Dank des Projekts Back2Job sind wir auf die Kolleginnen aufmerksam geworden, die wir im Rahmen der Praktika von HaCon als Arbeitgeberin begeistern konnten. Nun sind sie ein fester und wichtiger Bestandteil unserer Teams“. Die zwei Back2Job-Teilnehmerinnen arbeiten seit September 2016 bei HaCon als Softwaretesterinnen.

Dem Projekt gelang es 2017 unter die fünf Finalisten in der Kategorie „Empowerment und aktive Teilhabe von Frauen“ des von der EU ausgelobten RegioStars Awards gewählt zu werden. Mit der Auszeichnung ehrt die Europäische Union jährlich innovative regionale EU-Projekte, die als Inspiration für andere Regionen dienen können. Das Konzept von »Back2Job – Ingenieurinnen gesucht!« trifft also einen enormen Bedarf, sowohl bei Ingenieurinnen nach der Familienpause, als auch bei potenziellen Arbeitgebern. Das BNW führt damit erfolgreich Potenziale und Chancen für eine agile Wirtschaft zusammen.

Ansprechpartnerin für Back2Job: Ayten Berse, Telefon (0511 36717610), E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 


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