19
Okt

Porta Fira Towers von Toyo Ito und b720 Arquitectos

Projekte (d)

Die Porta Fira Towers sind das Tor zur Stadt L´Hospitalet de Llobregat. Bild: AZ/Architekturzeitung

Bild: AZ/Architekturzeitung
Bild: AZ/Architekturzeitung

Die Torres Venecianes, die Venezianischen Türme an der Plaça d’Espanya in Barcelona waren 1929 eines der Wahrzeichen der 20. Internationalen Weltausstellung Exposició Internacional de Barcelona. Die 47 Meter hohen Türme sind dem Campanile, dem weltbekannten Glockenturm der Basilica di San Marco in Venedig, nachempfunden. Sie wurden 1929 von Ramon Reventés gebaut und markieren auch heute noch den Beginn der Prachtstraße Avinguda de la Reina María Christina. Zwischen den Türmen befand sich der Haupteingang zur Ausstellung.

Die 20. Internationale Weltausstellung hat bis heute einen großen Einfluss auf unsere Kultur. Denn ein Ausstellungsgebäude hat die Architektur nachhaltig verändert: Der Deutsche Pavillon. Von Ludwig Mies van der Rohe entworfen, setzt er bis heute Maßstäbe und war das erste Gebäude mit einem so genannten »Freien Grundriss«.

Bild: AZ/Architekturzeitung
Bild: AZ/Architekturzeitung
Bild: AZ/Architekturzeitung
Bild: AZ/Architekturzeitung
Bild: AZ/Architekturzeitung
Bild: AZ/Architekturzeitung
Das Rot der Aluminiumröhren der Fassade wiederholt sich in der Inneneinrichtung. Bild: AZ/Architekturzeitung
Eingangshalle des Hotels Forta Fira mit Zugang zum Konferenzbereich. Bild: AZ/Architekturzeitung
Skizze von Toyo Ito als Wandgestaltung. Bild: AZ/Architekturzeitung
Die Fassade aus Röhren ermöglicht einen ungehinderten Blick aus den Hotelfenstern. Bild: AZ/Architekturzeitung

Das gut laufende Hotel Porta Fira ist bestens mit öffentlichen Verkehrsmitteln an die Innenstadt von Barcelona und zum Flughafen El Prat angebunden. Der geometrisch äußerst komplex konstruierte rote Turm ist eine Metapher der Lotusblüte und ähnelt der organischen Form der Pflanze.

Fassadendetail von b720 Arquitectos

Gestaltete Landschaft auf dem Dach des Atrium. Bild: b720 Arquitectos
Erdgeschoss. Bild: b720 Arquitectos

Die innere Hülle der zweischaligen Fassade besteht aus massiven Wandscheiben mit rechteckigen Fensteröffnungen bzw. einer Aluminium-Glas-Fassadenfläche, die die klassischen bauphysikalischen Funktionen einer Außenfassade erfüllen. Davor hängt eine über die gesamte Höhe des Gebäudes durchgehende, markante Konstruktion aus roten Aluminiumröhren, die der variablen Geometrie des Turmes folgt. Das Hotel ist in der Höhe unterteilt. Die Geometrie der zwei unteren Drittel wird im Grundriss variabel gedreht und verschoben, während im oberen Drittel der Grundriss verformt und skaliert, um die Oberfläche und den Umfang des Turms zu erhöhen. Die Nutzfläche des Hotels beträgt mehr als 34.700 Quadratmeter, bei einer Höhe von über 110 Metern mit 26 Stockwerken.

Das benachbarte Bürogebäude - orthogonal in der Form und senkrecht auf der Mittelachse der Plaza Europa positioniert - markiert das Ende des Platzes und steht im Dialog mit dem gegenüberliegenden, ebenfalls von Toyo Ito entworfenen Messegebäude Gran Via.

Die Geometrie der zwei unteren Drittel wird im Grundriss variabel gedreht und verschoben, während im oberen Drittel der Grundriss verformt und skaliert, um die Oberfläche und den Umfang des Turms zu erhöhen. ild: b720 Arquitectos
Grundriss mit Anordnung der Hotelzimmer und dem zentralen Erschließungskern. Bild: b720 Arquitectos

Schnitt durch den Hotelturm. Bild: b720 Arquitectos


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