19
Okt

Stadt im Wandel: Französisches Viertel Tübingen

Fachliteratur

Französisches Viertel Tübingen

Das Französische Viertel in Tübingen gilt international als herausragendes Beispiel für einen Städtebau, der nicht nur auf Mischungsnutzung und kleinteilige Parzellierung setzt, sondern auch den öffentlichen Raum zum gemeinsamen Aufenthaltsbereich macht. Entstanden ist das Französische Viertel auf dem Areal der 1990 von den französischen Streitkräften geräumten ehemaligen Hindenburg-Kaserne im Südosten der Universitätsstadt. Ab 1993 begann die bauliche Konversion des Gebietes, basierend auf einem Masterplan des Stuttgarter Planungsbüros Lehen 3, der alle militärisch umzunutzenden Zonen der Tübinger Südstadt umfasst und einen städtebaulichen Entwicklungsbereich definierte.

Obwohl das Quartier regelmäßig von unterschiedlichsten Gruppen besucht wird, gab es bislang keine Dokumentation zu den Hintergründen des städtebaulichen Konzeptes. Mit dem kompakten Begleiter, der im Stadtwandel-Verlag erschien, steht nun endlich ein Kompendium zur Verfügung – hosentaschengängig und zum kleinen Preis der ideale Begleiter durch das Viertel. Mit seinen »HotSpots« werden dazu exemplarische Bereiche, Bauten und Plätze beschrieben und per Plan verortet.

Aus erster Hand präsentiert Andreas Feldtkeller, der »Vater« des neuen Tübinger Städtebaus, warum das Französische Viertel zu dem wurde, was es heute ist. Gabriele Steffen, damals Baubürgermeisterin, beschreibt die soziale Komponente und Durchmischung des Quartiers. Günther Thöne betrachtet die verkehrliche Situation, die sich nicht immer so darstellt, wie ursprünglich intendiert. Da nicht Großinvestoren, sondern kleine Baugemeinschaften das Rückgrat der Neubau- und Sanierungsvorhaben bilden, beleuchtet Matthias Gütschow, Architekt und Projekentwickler, die besonderen Chancen des gemeinschaftlichen Bauens. Dass dies alles nicht ohne den klaren kommunalen und politischen Willen funktioniert, zeigen Baubürgermeister Cord Soehlke und Uwe Wulfraht in ihren Beiträgen – mitsamt Erfahrungen und Übertragungen in andere Quartiere. Eine chronologische Zusammenfassung der Geschichte listet die wichtigsten Eckpunkte auf.

Für die Redaktion und die Koordination des prominenten Autorenteams waren Matthias Gütschow und Armin Scharf zuständig, beide leben und arbeiten im Französischen Viertel. Die reiche Bebilderung basiert auf aktuellen Fotos, die mehrheitlich Armin Scharf erstellte. Das über rund zwei Jahre laufende Projekt wurde von verschiedenen Sponsoren unterstützt.

Tübingen: Französisches Viertel | Stadt im Wandel Nr. 15
68 Seiten, Paperback DIN A6, mit zahlreichen Abbildungen, 5 Euro
Stadtwandel Verlag, Regensburg 2014, ISBN 978-3-86711-228-4


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Die neuen Themenhefte liefern anschaulich nützliche Informationen und arbeiten die Vorteile der KS* Bauweise heraus. Foto: KS-ORIGINAL GMBH

Fachliteratur

Visualisierung: xoio im Auftrag der Bauwerk Capital GmbH & Co.KG

Menschen

Architektin Anja Engelshove hat alle Aufenthaltsbereiche mit Sicht in die Natur und auf den See ausgerichtet. Foto: Arnd Haug für Delta Light

Beleuchtung

Schön und funktional: Die Deckensegel bieten Platz für Heizung, Kühlung, Lüftung und Licht.

Gebäudetechnik

Wann setzt man am besten ein WDVS mit Mineralwolle ein, wann Resol-Hartschaum oder Holzweichfaser? Auch bei den Oberflächen haben Bauherren die Qual der Wahl: Glaselemente, Klinkerriemchen oder doch lieber ein Edelkratzputz? Die neue WDVS-Übersicht von Saint-Gobain Weber gibt Orientierung. Foto: Saint-Gobain Weber

Fachliteratur

Fast jede Verglasung ist ein Unikat.

Fassade

Einzigartige Architektur und große Kunstwerke strahlen jetzt noch mehr durch die neue Innenbeleuchtung im Petersdom.

Beleuchtung

Fotos: Joachim Grothus für blocher partners

Projekte (d)

Helle, horizontale Bänder heben die Geschossdecken hervor und trennen die 22 Etagen optisch voneinander. Die Glasfassade tritt in den Hintergrund. Bild: Solarlux GmbH

Fassade

Cambridge Mosque. Foto: Blumer-Lehmann AG

Termine

Bild: Georg Aerni und schindlersalmerón

Einrichtung

Wirkt in jedem Umfeld großzügig und komfortabel: der High table des Programms 9500/9550 von Kusch-Co. In dieser Ausführung mit der neuen, samtigen Oberfläche (FENIX®) mit Anti-Fingerprint-Eigenschaften. Foto: Kusch+Co.

Einrichtung

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