04
Dez

Flexibler Wohnraum mit massiven Wänden

Hochbau
Das KS* Wohnraummodell veranschaulicht, wie durch einfache Anpassungen des Grundrisses angestrebte neue Wohnformen variabel umsetzbar sind. Je nach Bedarfskonzept können innerhalb des Gebäudes 15 bis 44 bezahlbare und bedarfsgerechte Wohneinheiten entstehen. Bildnachweis: KS-ORIGINAL GMBH 

Mit zunehmender Individualisierung von Lebensstilen und Haushaltsstrukturen, der demografischen Entwicklung wie auch der Urbanisation wachsen die Anforderungen an Wohnmodelle, die sich diesem sozialen Wandlungsprozess bedarfsgerecht anpassen. Für den bezahlbaren Wohnungsbau hat KS*, der Markenverbund mittelständischer Kalksandsteinhersteller, in Kooperation mit Innenarchitektur Stammer, Lüneburg und redante haun architekten, Hamburg ein Entwurfskonzept zur flexiblen Grundrissgestaltung mit massiven Innenwänden aus Kalksandstein entwickelt. Im Mittelpunkt steht ein durchdachtes Raumkonzept, das bereits in der Planungsphase für eine flexible Nutzung von Wohnflächen ausgelegt ist. Das Gebäudemodell veranschaulicht, wie durch einfache Anpassungen des Grundrisses angestrebte neue Wohnformen variabel umsetzbar sind und eine Immobilie über ihren gesamten Lebenszyklus marktfähig bleibt.

Laut Peter Theissing, Geschäftsführer der KS-ORIGINAL GMBH Hannover ist die Grundidee des KS* Wohnraummodells, die Qualität von Gebäuden durch eine solide Bauweise zu erhöhen und gleichzeitig variabel nutzbare Wohneinheiten für den bezahlbaren und bedarfsgerechten Wohnungsbau bereitzustellen. Nachfrageorientiert sind unterschiedliche Wohnkonzepte – vom Apartmenthaus bis zum Familienwohnraum – realisierbar.

Das Grundmodell basiert auf einem durchdachten Raumkonzept, das bereits in der Planungsphase für verschiedene Wohnraum-anforderungen, vom Apartment-haus bis zur Familienwohnung, entwickelt wurde. Durch vorgeplante Wandöffnungen oder -stellungen, lassen sich Wohneinheiten inner-halb des Gebäudes zusammenlegen, trennen oder umnutzen. Zeichnung: Nicola Stammer / KS-ORIGINAL GMBH

Höchste Flexibilität
In dem dreigeschossigen Gebäudekomplex mit Staffelgeschoss können im Kontext unterschiedlicher und nutzerspezifischer Bedarfskonzepte 15 bis 44 Wohneinheiten entstehen. Alle Wohnungen sind barrierefrei und zum großen Teil auch rollstuhlgerecht errichtet. Sie gruppieren sich um einen zentralen, massiven Treppenhauskern. Durch geringe Umbauten wie Wandöffnungen oder -stellungen lassen sich Wohneinheiten innerhalb des Gebäudes zusammenlegen, trennen oder umnutzen. Die Maßnahmen können geschossweise oder auch nur in Teilbereichen einer Etage beginnen. Dafür sind bereits in der Planungsphase in exakt definierten Wandabschnitten vorgefertigte KS-Stürze vorgesehen, die beim Öffnen von Wänden die Gebäudestatik sicherstellen. Durch Wandstellungen können Teile des Flurs je nach Bedarfsänderung den neu erstellten Wohnungen zugeordnet werden, sodass sich neue Raumaufteilungen mit entsprechend vergrößerten Wohnflächen ergeben.

Exemplarisch wird dies am Grundriss des 2. Obergeschosses dargestellt. Das erste von drei Bedarfskonzepten sieht die Nutzung als Studenten- oder Seniorenwohnheim vor. Angeboten werden neun Einzimmerapartments, ein Zweizimmerapartment sowie ein Gemeinschaftsraum, der optional zugunsten zwei zusätzlicher Einzimmerapartments umgenutzt werden kann. Im zweiten Bedarfskonzept ist das Gebäude zu einer »integrativen Wohnform« mit unterschiedlich aufgeteilten Wohneinheiten umgebaut worden. Neu entstanden sind vier Zweizimmerwohnungen und eine Wohnung mit drei Zimmern. Beibehalten wurden zwei Einzelapartments. Im dritten Szenarium sind drei geräumige Dreizimmerwohnungen und eine Vierzimmerwohnung als Familienwohnraum untergebracht.

Bedarfskonzept 01: Studenten- oder Seniorenwohnheim mit Gemeinschaftsräumen. Die Anpassung auf ein reines Apartmenthaus ist durch die Umnutzung der Gemeinschafts-räume zugunsten weiterer Einzimmerapartments möglich. Zeichnung:  Nicola Stammer / KS-ORIGINAL GMBH

Vereinfachter Planungsprozess
Sämtliche Außen- und Innenwände bestehen aus Kalksandstein. Aus Gründen der statischen Lastverteilung werden geschossweise alle Innenwände tragend bis ins Staffelgeschoss übereinander angeordnet. Dadurch kann auch das Staffelgeschoss mit massiven Kalksandsteinwänden errichtet werden. Zur Vereinfachung des Planungsprozesses und zur Erhöhung des Flexibilitätsgedankens werden die Innenwände in einer durchgängigen Wanddicke ausgeführt. Je nach bauphysikalischen und statischen Anforderungen an ein Gebäude stehen im KS* Programm Kalksandsteine mit der individuell passenden Wanddicke zur Verfügung.

Um die Sanitärzellen statisch sicher sowie konstruktiv flexibel und schnell an veränderte Wohnformen anpassen zu können, sind deren Trennwände mit nicht tragenden 10 cm dicken KS-Bauplatten errichtet. Durch konsequent übereinander angeordnete Versorgungsschächte lassen sich Bäder zudem leicht zu Küchen oder Hauswirtschaftsräumen umfunktionieren. Leitungen, Rohre etc. sind somit bequem zugänglich. Ebenso flexibel ist die Elektroinstallation möglich. Bereits in der Vorplanung kann sie mit den KS* Bausystemen »KS-PLUS« oder »KS-QUADRO ETRONIC« optimiert werden, damit sie bei Bedarf jederzeit anpassbar oder erweiterbar ist.

Bedarfskonzept 02: Integrativer Wohnraum. Durch die Anpassung des Grundrisses wurden die Flächen in unterschiedlich große Wohneinheiten aufgeteilt. Zeichnung: Nicola Stammer / KS-ORIGINAL GMBH

Massive Vorteile
Die Auswahl von Kalksandstein ist eine solide Entscheidung für einen natürlichen Wandbaustoff mit hohen bauphysikalischen Leistungsfähigkeiten. Darüber hinaus ergeben sich mit Innenwänden aus Kalksandstein zahlreiche Vorteile gegenüber einer klassischen Stahlbetonstützenkonstruktion mit Gipskarton-Trockenbau. Der Brandschutz ist von vornherein gesichert. Kalksandstein brennt nicht, begrenzt Brände und beteiligt sich nicht am Brandgeschehen. Der Brandschutz innerhalb eines Gebäudes ist bereits mit 11,5 cm Wanddicke realisierbar. Auch der Lärmschutz zählt zu den natürlichen Eigenschaften des weißen Wandbaustoffs. Aufgrund seiner Masse erfüllt er optimal die verschärften Anforderungen an den baulichen Schallschutz.

Der Umbau auf veränderte Wohnformen erfolgt mit Kalksandstein zudem umweltfreundlich und kostengünstig. Im Trockenbau müssen aufgrund der Rastermaßbindung oft größere Wandabschnitte inklusive Dämmung abmontiert, teuer entsorgt und in einzelnen Bereichen neu aufgebaut werden. Die Kalksandsteinwand braucht stattdessen dank der Verwendung von KS-Stürzen nur in den im Planungsprozess exakt definierten Bereichen geöffnet zu werden. Ein weiterer Punkt ist die Tragfähigkeit von Kalksandstein. Sie ermöglicht nicht nur den Bau schlanker Wände und wirtschaftlicher Konstruktionen durch kurze Deckenspannweiten, sondern bietet auch praktische Vorteile wie das Befestigen schwerer Lasten. So entfällt das im Trockenbau notwendige Vorplanen von Traversen zum Anbringen eventueller Einrichtungsgegenstände oder Haltegriffe, die bei altersgerechten Wohnformen sowie rollstuhlgerechten Wohnungen relevant werden.

Bedarfskonzept 03: Familienwohnraum. Das Grundmodell wurde je Geschoss in 4 großzügige Wohneinheiten aufgeteilt. Zeichnung: Nicola Stammer / KS-ORIGINAL GMBH

Regionale Unterstützung
Weitere Informationen zur flexiblen Grundrissgestaltung mit Innenwänden aus Kalksandstein werden in der neuen KS* Broschüre »Massiv wie immer. Flexibel wie nie.« vorgestellt und erklärt.

Für Planungsdetails und zu individuellen Gestaltungsmöglichkeiten stehen regional tätige KS* Bauberater unterstützend zur Seite. (ks-original.de/partner oder Servicenummer 0800 7002070).


Bildquelle: SWISS KRONO │ Foto: Oliver Jaist

Projekte (d)

Ob in Büros und Konferenzbereichen, in Schulräumen und Bildungseinrichtungen, in Hotels, Restaurants und Supermärkten oder in Wartezonen und Behandlungsräumen von Kliniken und Praxen – die UV-C-Technologie bietet sich als wirksames Mittel zur Luftentkeimung an.

Gebäudetechnik

Photovoltaik im Überkopfeinsatz. Quelle: Stadtwerke Wolfenbüttel

Premium-Advertorial

Eine bessere Ausleuchtung der Warenlager mit zugleich weniger Energieaufwand für Beleuchtung und Klimatisierung: Dies bildete den Ausgangspunkt für die Sanierung der Leuchten bei Alliance Healthcare am Standort Osnabrück. Foto: Emslicht

Beleuchtung

Anzeige AZ-A3-600x300 R8

Anzeige AZ-GC1-728x250 GAS

Anzeige AZ-C1a-300x250 R8

Anzeige AZ-C1b-300x600 R8
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.