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Apr

kister scheithauer gross siegen an der »Roten Wand« in Stuttgart

Projekte (d)

 

Nach einer Überarbeitungsphase wurde in einer zweiten Preisgerichtssitzung der Entwurf von kister scheithauer gross in Zusammenarbeit mit stern landschaften einstimmig als Sieger gekürt. Gegenstand des städtebaulichen Wettbewerbs war die Ausarbeitung von Entwurfsvorschlägen für den Bereich »Rote Wand«, einem ehemaligen Parkplatz auf dem alten Messegelände in Stuttgart-Killesberg.

Das Areal an der »Roten Wand« ist der letzte von vier Bauabschnitten auf dem Gelände der ehemaligen Messehallen auf dem Stuttgarter Killesberg. In direkter Nachbarschaft zu den historischen Siedlungen »Am Kochenhof« und »Am Weißenhof« sowie dem neuen Quartier »an der grünen Fuge« wünscht sich die Landeshauptstadt Stuttgart ein »Wohnquartier der Zukunft, das sich durch innovative Wohnformen und -konzepte sowie durch seine ökologische Ausrichtung und seinen hohen gestalterischen Anspruch auszeichnet«.

kister scheithauer gross in Zusammenarbeit mit stern landschaften aus Köln wurden nun nach einer Überarbeitungsphase in einer zweiten Preisgerichtssitzung mit ihrer Gegenüberstellung zweier Typologien, den »minimal houses« und den »Wolkenhäusern«, als Sieger gekürt.

Die Jury unter dem Vorsitz von Professor Peter Cheret begründete ihre Wahl unter anderem so: Der Entwurf sei ein »innovativer Beitrag zum Umgang mit Wohnungsbautypologien im urbanen Kontext und biete eine originäre Antwort auf das unmittelbare Umfeld – vom Naturraum Rote Wand über den stadträumlichen Dialog zur Brenzkirche bis hin zur prägnanten Stadtkante zur Straße am Kochenhof«. Die Arbeit besteche zudem durch ihre explizite architektonische Qualität. Das Neue sei die Kombination zweier gegensätzlicher Typologien: einer bewohnbaren Mauer, bestehend aus den »minimal houses« als Lärmschutz zur Straße Am Kochenhof, und aus in zweiter Reihe liegenden amorphen Baukörpern. Einstimmig empfiehlt die Jury die Weiterbearbeitung des Projekts durch das Büro kister scheithauer gross.

Entwurfsverfasserin Susanne Gross erläutert: »Das Thema des offenen Quartiersraums, der von zwei kontrastierenden Gebäudetypologien flankiert wird und der seinen räumlichen Abschluss in der Brenzkirche findet, bleibt bestehen. Die »minimal houses« haben nun drei Vollgeschosse, ohne dass sie ihre schlanke und jeweils singuläre Erscheinung verlieren. Ein Wechselspiel von Innenhöfen und Loggien im Dachbereich betont die Individualität dieser Häuser.« Der Siegerentwurf zeigt im Gegensatz zum Anfang zudem jetzt fünf kleinere statt der vier größeren amorphen »Wolkenhäuser«. So entsteht eine ausgewogene Balance zwischen den beiden Gebäudegruppen. Die Wolkenhäuser erlauben durch ihre Verkleinerung zudem eine optimierte Organisation der Wohnungen. Insgesamt sind 118 Wohneinheiten möglich.

Mit der Wohn-Neubebauung sollen die Grundsätze des Stuttgarter Innenentwicklungsmodells (SIM) umgesetzt werden. Rund 50 Prozent der Wohneinheiten sind daher für den geförderten Wohnungsbau vorgesehen: jeweils zirka 17 Prozent für die Bereiche preiswertes Wohneigentum, Mietwohnungen für mittlere Einkommensbezieher sowie Sozialmietwohnungen. Außerdem soll zusätzlich eine Kindertagestätte für rund 60 Kinder geplant werden.

kister scheithauer gross architekten und stadtplaner GmbH, www.ksg-architekten.de


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Zwei rampenartige, überdurchschnittlich groß dimensionierte geschwungene Treppenaufgänge erschließen die drei Geschosse vom Erdgeschoss bis zur erhaben Bibliothek. Foto: Reflexion AG

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Die Fassade des Hochhauses ist über feine Lisenen vertikal gegliedert.

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Bild 1: In Versuchsreihen mit Glasfliesen konnte das Österreichische Forschungsinstitut in Wien nachweisen, dass unter Fliesen eingedrungenes Wasser weder in Richtung eines Gefälles abfließt, noch sich über eine zweite Entwässerungsebene entsorgen lässt. Bild: OFI

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Bild: Lignotrend / Foto: Foto&Design, Waldshut-Tiengen

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Putzoberfläche an historischem Gebäude. Foto: Architekturzeitung

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Einsatz von Vakuum-Isolierglas im Neubau. Quelle: Schwarz Architekten/GlassX

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Die kleinen Keramikelemente sind auch aus größerer Entfernung anhand der flirrenden Spiegelungen erkennbar. Bildquelle: AGROB BUCHTAL GmbH / Jochen Stüber, Hamburg

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