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01
Jun

Werkstätten und Fundi der Hamburger Staatsoper

Im Profilglas kommt die transluzente Wärmedämmung TIMax GL-PlusF und die Sonnenschutzeinlage TIMax Mesh in schwarz zum Einsatz. Fotograf: Meike Hansen, Hamburg

Fassade

 

Auf dem Gelände des neuen Huckepackbahnhofs in Hamburg sind neue Gebäude für die Dekorationswerkstätten und Fundi der Hamburger Staatsoper entstanden. Gebaut hat das Gebäudeensemble, der die bisher auf drei Standorte verteilten Werkstätten und Fundi zusammenführt, die städtische Hamburger Asset- und Projektmanagementgesellschaft Sprinkenhof GmbH. Auf einer Fläche von knapp 20.000 Quadratmetern produziert und lagert die Staatsoper hier Kulissen, Requisiten und Kostüme. Der mit einer klaren, selbstbewussten Architektursprache geplante Entwurf von DFZ Architekten ist geprägt durch eine reduzierte Wahl von Farbe, Form und Struktur. Als Fassadenmaterial wählte DFZ Architekten in Metalloptik beschichtetes Aluminiumblech. Damit genügend Licht in den Innenraum fällt, fügten die Architekten an der Westfassade sowie am Eingangsbereich und an der Nordfassade Profilglaselemente ein. Als lichtdurchlässige Wärmedämmeinlage im zweischaligen Standardaufbau des Profilglases wählten die Architekten die transluzente Wärmedämmung (TWD) TIMax GL-PlusF sowie die Sonnenschutzeinlage TIMax Mesh in schwarz der Herforder Wacotech GmbH & Co.KG. TIMax Mesh ermöglicht es erstmalig, Profilglasfassaden durch eine Einlage farbig nach RAL-Ton zu gestalten.

TIMax Mesh ermöglicht es Profilglasfassaden durch eine Einlage farbig nach RAL-Ton zu gestalten. Fotograf: Meike Hansen, Hamburg
TIMax Mesh ermöglicht es Profilglasfassaden durch eine Einlage farbig nach RAL-Ton zu gestalten. Fotograf: Meike Hansen, Hamburg

 

Die Profilglaselemente mit der schwarzen Sonnenschutzeinlage fügen sich harmonisch in die beschichtete Aluminiumfassade ein. Das äußerst robuste Produkt mit der Brandschutzklasse B1 bewirkt, dass sich der Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) für direkte Solarstrahlung der Profilglasfassade um bis zu 30 Prozent reduziert. TIMax GL-PlusF, das für blendfreies und schlagschattenfreies Licht in den Fundi und Werkstätten sorgt, weist gegenüber der Standardvariante TIMax GL eine höhere Dichte auf, da es stärker komprimiert wird. Daraus resultieren ein optimierter Wärmeschutz sowie ein verbesserter Sonnenschutz. Zusammen mit dem doppelschaligen Profilglas Lamberts Linit P26/60/7 erzielt das Produkt einen Wärmedurchgangskoeffizient von Ug = 1,2 W/(m2K). TWD und Sonnenschutzeinlage kommen auf insgesamt 650 Quadratmetern Profilglas-Fassadenfläche zum Einsatz.

Mit der schwarzen Sonnenschutzeinlage fügen sich die Profilglaselemente harmonisch in die beschichtete Aluminiumfassade ein. Fotograf: Meike Hansen, Hamburg
Mit der schwarzen Sonnenschutzeinlage fügen sich die Profilglaselemente harmonisch in die beschichtete Aluminiumfassade ein. Fotograf: Meike Hansen, Hamburg

 

Die differenziert gekantete Metallfassade erzeugt sowohl aus der Ferne als auch aus der Nähe eine ansprechende Wirkung und stellt als abstrakte Interpretation eines Bühnenvorhanges Bezüge zur Staatsoper her. Die Farbtöne rotbraun und bronze differenzieren die unterschiedlichen Hauptfunktionsbereiche und verleihen ihnen somit ihre eigene Identität. Das Erscheinungsbild der plastisch ausgebildeten Metallpaneele verändert sich im Laufe des Tages durch den unterschiedlichen Schattenwurf der geneigten Flächen. Verfeinerungen in Proportion und Gestalt verleihen dem Ensemble die gewünschte gestalterische Kraft und einen hohen Wiedererkennungswert.

Fertigstellung: Sommer 2018
Bruttogeschossfläche: 22.124 Quadratmeter
Grundstücksfläche: 19.721 Quadratmeter
Projektkosten: 68,4 Mio. Euro
Nutzer: Hamburger Staatsoper GmbH, www.staatsoper-hamburg.de
Bauherr:
IVK Immobilienverwaltung für Kultur GmbH & Co. KG vertreten durch:
Sprinkenhof GmbH, www.sprinkenhof.de
Architekt:
DFZ Architekten GmbH, www.dfz-architekten.de
Glasbauer:
Metz GmbH Glas- und Metallbau, www.metz-gmbh.net
Profilglas:
Lamberts LINIT P26/60/7, www.lamberts.info
Transluzente Wärmedämmung:
WACOTECH GmbH & Co. KG, www.wacotech.de


Die Netzbespannung des AT Mesh unterstreicht die wie aus einem Stück gewachsene Gestellstruktur des neuen Free-to-Move-Stuhls - hier als ESP-Modell zur Förderung der Steh-Sitz-Dynamik. Abb.: Wilkhahn

Einrichtung

Das riesige Dach der hochmodernen Müllverbrennungsanlage Amager Ressource Center in Kopenhagen bietet wertvolle Freizeit- und Erholungsfläche. Quelle: Ehrhorn Hummerston

Dach

Wärmelandschaft Carbo e-Therm. Bild: FutureCarbon GmbH, MaxAlex – stock.adobe.com

Gebäudetechnik

Bild: Visualisierung: Unnewehr Packbauer Architekten / grauwald studio

Projekte (d)

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