26
Jan

Cradle-to-Cradle im Massivbau: Vorbild Kalksandstein

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Zum nachhaltig umweltschonenden Bauen gehören mehrere Faktoren: ökologische Baustoffe und die energetische Gesamtgebäudebilanz ebenso wie ein Nutzungskonzept über den gesamten Lebenszyklus inklusive Rückbau und Recycling. Eine Kalksandstein-Funktionswand mit dem Prinzip der strikten Bauteiltrennung vereint diese Forderungen.

Zum nachhaltig umweltschonenden Bauen gehören mehrere Faktoren: ökologische Baustoffe und die energetische Gesamtgebäudebilanz ebenso wie ein Nutzungskonzept über den gesamten Lebenszyklus inklusive Rückbau und Recycling. Eine Kalksandstein-Funktionswand mit dem Prinzip der strikten Bauteiltrennung – von KS* bereits seit mehr als 60 Jahren umgesetzt – vereint diese Forderungen optimal. Hier hebt sich der weiße Stein von anderen Wandbaustoffen ab: Der natürliche Mauerstein Kalksandstein (KS) entsteht ressourcenschonend und energiearm. Er ist das tragende Gerüst für massive, langlebige Gebäude und sortenrein vollständig in den Wertstoffkreislauf rückführbar. Reststoffe aus der Produktion fließen schon seit vielen Jahren wieder in den Produktionsprozess zurück.

Durch die strikte Trennung der Bauteilschichten ist es möglich, Kalksandstein-Wände sortenrein zu recyceln. Bild: KS-ORIGINAL GMBH

Kalksandstein besteht aus den reinen, natürlichen Grundstoffen Kalk, Sand und Wasser und wird in einem energiearmen Prozess ohne chemische Zusätze regional gefertigt. Dieses Reinheitsgebot ermöglicht die vollständige Recyclierbarkeit des Werkstoffs, der so idealtypisch für ökologisch verantwortungsbewusstes Bauen mit hoher bauphysikalischer Leistungsfähigkeit steht. Hinzu kommen die Aspekte wartungsfrei und langlebig: Der weiße Stein prägt seit mehr als 120 Jahren die Baukultur mit langen, kostengünstigen Nutzungszeiträumen und positiver Umweltbilanz. Steht das KS-Gebäude doch einmal zum Abriss, lässt sich das Mauerwerk einfach dem Recycling zuführen.

Recycling erfordert Natürlichkeit
Durch die Funktionstrennung Statik – Wärmedämmung – Witterungsschutz können die Bauteilschichten separiert rückgebaut und der Kalksandstein weitergenutzt werden. Als rein mineralischer Bauschutt ist er auch wesentlich kostengünstiger zu entsorgen als beispielsweise schadstoffbelastetes Holz oder Verbundbaustoffe wie mit Dämmstoffen verfüllte Mauersteine. Chemisch behandelte Baustoffe legal zu entsorgen, ist oft noch weitaus aufwändiger. Dagegen kommt recyclierter Kalksandstein unter anderem im Straßenbau oder als Vegetationsbaustoff zum Einsatz – sortenrein sogar als Wertstoff zur Herstellung neuer Steine. Reststoffe, die bei der Produktion im Werk entstehen, fließen schon heute als Zuschlagstoff wieder in die Steinproduktion.

Der natürliche Wandbaustoff Kalksandsandstein wird ausschließlich regional hergestellt. Bild: KS-ORIGINAL GMBH

Natürlichkeit ist Zukunft
Die Bedeutung des natürlichen, nachhaltigen Bauens ist längst elementar in modernen Architektur-Konzepten. Mit dem Ziel, die Umwelteinflüsse des Kalksandsteins umfassend unter ganzheitlichen, nachhaltigen Gesichtspunkten wissenschaftlich zu dokumentieren, ist bereits 1994 eine Ökobilanz erstellt worden. Sie belegt die exzellenten Umwelteigenschaften des Kalksandsteins über seinen Lebenszyklus (Rohstoffgewinnung, Produktion, Transport, Nutzung, Rückbau/Recycling). In der Ökobilanz heißt es unter anderem: »Kalksandsteine (…) können als der Natur nachempfundene Mauerwerksteine bezeichnet werden.«

Darüber hinaus gibt es für Kalksandsteine vom Institut Bauen und Umwelt e.V. eine ausführliche Umwelt-Produktdeklaration nach ISO 14025 und EN 15804. Diese ist kostenlos auf der Website des Instituts wie auch unter ks-original.de downloadbar.

Baustoff-Recycling – eine europäische Aufgabe
Baustoff-Recycling heißt, den größten Abfallstrom Europas in wertvolle Produkte zu verwandeln. Europäische Vorgaben verlangen, die Verwertungsquote von Baurestmassen bis 2020 auf 70 Prozent anzuheben. Dabei fordert die »European Quality Association for Recycling« (EQAR), dass hochwertige Recycling-Baustoffe wieder in den Bauprozess einfließen. Von der Europäischen Kommission kommt als rechtliche Vorgabe hinzu, dass durch die Verwertung der Bauabfälle kein Ökotoxitätspotential entsteht. KS* steht zu diesen Zielen, denn Kalksandsteine tragen dazu bei, unsere Umwelt lebenswert zu erhalten. Der Wandbaustoff erfüllt bereits heute die Euro-Ziele für 2020.

»Schnelltest Recyclingfähigkeit« – Kalksandstein überzeugt in allen Kategorien:
Mögliche Recyclingquote: 100 Prozent
Verbundbaustoff: nein
Schadstofffrei: ja
Sulfatbelastung: nein
Grundwassergefährdung: nein

Meitan-Shiqian Expressway in der Guizhou Provinz. Bild mit freundlicher Genehmigung von Chongqing Traffic Planning, Survey and Design Institute

Planung

Bei Shiftline Matrix ist der Name Programm: Die Profile lassen sich nicht nur linear, sondern zu unterschiedlichsten strukturgebenden Winkelkombinationen koppeln.

Beleuchtung

Dem Wohnraum schließen sich links das Esszimmer mit intergrierter Küche und ein Fitnessbereich an. Über die gesamte Längsachse beleuchten vom Bauherrn programmierte iN 30-Linearleuchten und Laser Blade-Downlights die ineinander fließenden Bereiche. Foto: David Franck, Stuttgart

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Über drei verflieste Stufen erreichen die Bewohner des umgebauten Hauses in Leverkusen-Hitdorf bequem die neue Dachterrasse, um den wunderschönen Ausblick auf den Rhein zu genießen. Foto: LiDEKO, Daniel Lüdeke

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Die Fertigteile für die Balkone wurden mit selbstverdichtendem Beton produziert. Foto: egbertdeboer.com

Fassade

Domäne Mehrgeschoss-Wohnung: Kalksandstein ist aufgrund optimaler bauphysikalischer Eigenschaften – Statik, Brandschutz, Schallschutz – prädestiniert für den Wohnungsbau. Mit modularen Systemen lassen sich Bauprojekte besonders schnell und ökonomisch realisieren. Bild: KS-ORIGINAL / Guido Erbring

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Die Hochschule Offenburg besitzt seit 1983 eine campuseigene Mensa. Gut 30 Jahre steigenden Zulaufs später, waren die Kapazitäten des Mensagebäudes so weit ausgelastet, dass die Hochschule eine weitreichende Erweiterung und Sanierung der Räumlichkeiten veranlasste. In diesem Zuge wurde auch ein komplett neues Heizdeckensystem von Zehnder installiert. Bildquelle: Zehnder Group Deutschland GmbH, Lahr

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Bildnachweis: Schüco International KG

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Testo Know-how-Reihe: Feuchtigkeit, die unterschätzte Messgröße

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