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So, Feb

Nicht-brennbare Fassadenmembran für Schweizer Pavillon

Fassade

 

Mit einer coronabedingten Verspätung von einem Jahr startete am 1. Oktober mit der Expo 2020 die erste Weltausstellung im arabischen Raum. Über 190 Länder haben die Veranstalter auf das Ausstellungsgelände in der Wüste gelockt, darunter auch die Schweiz, die sich mit einem ausdrucksstarken Pavillon präsentiert. Hierbei werden die Besucher über einen opulenten roten Teppich geführt, der sich zu einem kubistischen Bild in einer verspiegelten Fassade zusammenfügt.

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Zum EXPO-Thema „Connecting Minds, Creating the Future“ zeigt sich die Schweiz zum einen als Land spektakulärer Naturerlebnisse, zum anderen als Innovations-Hotspot, was sich in der Präsentation ausgewählter Projekte und Produkte von Schweizer Hochschulen, Start-ups und innovativen Unternehmen wie z.B. Serge Ferrari aus Eglisau widerspiegelt.

Anlehnung an regionale Zeltbauten

Mit dem Konzept "Reflections" des Projektteams bestehend aus OOS (Architektur), Bellprat Partner (Szenografie) und Lorenz Eugster (Landschaft) wurde für den Schweizer Pavillon zur EXPO 2020 in Dubai ein Entwurf umgesetzt, der sich an temporäre Zeltbauten der Beduinen anlehnt und auf einer Grundkonstruktion aus Gerüstelementen und Textilien basiert.

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Diese lassen sich leicht auf- und abbauen und reflektieren den Nachhaltigkeitsaspekt der Weltausstellung. Mit dabei ist als „High-Tech-Textil“ die nicht-brennbare Fassadenmembran Stamisol Safe One, die als gigantischer Fassadenvorhang installiert wurde.

Architektonische High-Tech-Membran

Während die Zugangsbereiche als illusionistisch geformte Spiegelfassaden ausgebildet wurden, zeigt sich die Nord- und Südfassade als opulenter Vorhang aus Textilmaterial, das durch sein silbernes Schimmern und eine raffinierte Raffung auffällt. Das hier eingesetzte Textil ist eigentlich eine High-Tech-Fassadenmembran, die aufzeigt, was technische Textilien aus der Schweiz heute für die aktuelle Architektur leisten.

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Die Lücke schließen für mehr Sicherheit

Stamisol Safe One kam 2019 als weltweit erste nicht-brennbare, diffusionsoffene Fassadenmembran auf den Markt und wird von der Serge Ferrari AG im schweizerischen Eglisau hergestellt. Dazu Niklaus Zemp, CEO des Unternehmens: „Nachdem uns tragische Brandgeschehen, wie z.B. beim Grenfell Tower in London, gezeigt haben, wie verwundbar Hochhäuser oder andere risikobehaftete Gebäude sein können, haben wir in der Hinterlüftungsebene von vorgehängten Fassaden Fassadenmembranen als eines der Brandschutzrisiken identifiziert. Dies nahmen wir zum Anlass, einen Großteil unserer Ressourcen für R&D einzusetzen, um eine Fassadenmembran zu entwickeln, die nicht nur die hohen Wetterschutz-Funktionalitäten von Stamisol Bahnen in sich trägt, sondern durch eine hohe Brandschutz-Klassifizierung Euroklasse A2-s1,d0 vor einer weiteren Brandausbreitung wirksam schützt. Das Ergebnis war ein eigens entwickeltes Glasfasergewebe mit spezieller Elastomerbeschichtung, die auch diffusionsoffen ist.

Hohe Sicherheit für Bewohner und Gebäudenutzer

Was bisher nur für die Fassadenbekleidung und die Wärmedämmung möglich war, ist nun auch für Fassadenmembranen umsetzbar, sodass nun durchgängige Fassadenkonstruktionen in Euroklasse A2 möglich sind, die durch Stamisol Safe One

— nicht weiter zur Ausbreitung des Brandes in der Hinterlüftungsebene beitragen
— Bewohner vor gefährlicher, giftiger Rauchentwicklung schützen
— das Risiko für strukturelle Schäden verringern.


Projekt von Edwards White Architekten, Neuseeland, mit in Reihe arrangierten T3 von Gantlights und eigens angefertigtem 80-Zentimeter-Baldachin aus Stahl. Bildquelle: Simon Wilson

Beleuchtung

Die ins Auge fallende Dachkonstruktion greift das Thema der lebendigen Dachlandschaft des Bestandsgebäudes auf und setzt sie auf eine ganz eigene Weise um. Foto: Studio Jil Bentz

Projekte (d)

Solarfassade des neuen Verwaltungsgebäudes der Stadtwerke Gronau. Bildquelle: Mario Brand Werbefotografie

Fassade

In Beelen ließ sich Oliver Spiekermann unter anderem von münsterländer Höfen inspirieren, wie er im Video erzählt. Foto: Architekten Spiekermann / KS-Original

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Die 2800 m² große Fassade des Montblanc-Besucherzentrums ist mit einem geschichteten Relief ausgebildet, das hinterleuchtet ist und in den dunklen Stunden der Gebäudehülle ein noch spektakuläreres Erscheinungsbild verleiht. Bildquelle: Roland Halbe

Hochbau

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