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04
Jun

blauraum gewinnt Ideenwettbewerb in Sassnitz

Bilder: blauraum Architekten

Projekte (d)

 

Im Ideenwettbewerb für den Stadthafen Sassnitz auf Rügen haben blauraum Architekten mit ihrem Beitrag „Mitten im Hafen“ den 1. Preis erreicht. Der Entwurf schlägt eine neue Hafentypologie vor, die die Fischerei als kulturelles Erbe der Ostseestadt erhalten und als lebendigen Teil des Hafenbildes erlebbar machen soll. Denn die Haupterwerbsfischerei wird unter anderem durch sinkende Fangquoten zunehmend unwirtschaftlich und der Stadthafen Sassnitz steht vor einem großen Strukturwandel.

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blauraums Ideenentwurf setzt auf eine enge Verflechtung von Fischerei und Tourismus. Wo wenn nicht in Sassnitz sollten Einheimische und Touristen hautnah erleben, wie Fisch angelandet und verarbeitet wird? Die Hafenatmosphäre mit Kuttern, Fahrgastschiffen, großen Fähren und dem Geruch des Meeres ziehen seit jeher Landratten an.

„Mitten im Hafen“ ergänzt die bisherigen Funktions- und Erlebnisbereiche des Stadthafens durch neue touristische Nutzungen. Direkt im Hafenbecken entsteht eine neue Landmarke, das „Haus der Fischerei“. Aus der pfahlgegründeten, hölzernen Steglandschaft entwickelt es sich in die Höhe und leitet als gefaltete Landschaft von der Hafennutzung über in eine außergewöhnliche Hotelnutzung.

Wohneinheiten in den Obergeschossen

Ein zweiter Baukörper nimmt den Fußabdruck der bestehenden Fischhalle entlang der Hafenstraße auf. Der neue „Hafenspeicher“ bietet Raum für verschiedene Gewerbe, von Lager- und Fischverarbeitungseinheiten bis zu Fahrradverleih und Gastronomie. Die Wohneinheiten in den Obergeschossen sind jeweils durch einen Giebel und einen eigenen Farbton innerhalb des Baukörpers ablesbar. Der „Hafenspeicher“ erinnert so in seiner Anmutung an eine Reihung traditioneller Fischerhütten.

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Hölzerne Stege vermitteln zwischen den vorhandenen unterschiedlichen Höhenniveaus im Uferbereich und schaffen durch Treppen und Sitzbereiche neue Plätze mit Blick auf die Stadt oder die Hafenkulisse. Die Steglandschaft begleitet die Hafenkante und setzt damit die Strandpromenade fußläufig fort. Auf der Begrenzung des alten Kühlhauses rahmt sie ein Wasserbecken ein, das für eine Schwimmbadnutzung ebenso denkbar wäre wie für die Fischaufzucht.

Strukturwandel nachhaltig gestalten

Traditionelle Fischerei und moderner Tourismus gehen in dem Entwurf eine Symbiose ein. Für die lokalen Fischer eröffnen sich neue Einkommensmöglichkeiten, von der Direktvermarktung bis zu Gästefahrten. Der langfristige Strukturwandel sollte auch baulich nachhaltig gestaltet werden. Der Ideenentwurf sieht unter anderem vor, den nachwachsenden Rohstoff Holz neben der Stegkonstruktion auch möglichst weitreichend in der Konstruktion des „Hauses der Fischerei“ zu verwenden und die beiden Wohngeschosse des „Hafenspeichers“ in Holztafelbauweise zu errichten. Das Erdgeschoss ist als flexibel programmierbare Stahlskelettkonstruktion auf langfristige Anpassungsfähigkeit ausgelegt.

Bilder: blauraum Architekten


Wesentlicher Teil des Energie- und Nachhaltigkeitskonzepts ist die „lebendige“ Fassade aus Glas und Aluminium. Quelle: HUECK

Fassade

Separate Funktionsbrausen lassen sich flexibel als mobile Wasserquelle nutzen. Foto: Hansa Armaturen GmbH

Gebäudetechnik

Die Netzbespannung des AT Mesh unterstreicht die wie aus einem Stück gewachsene Gestellstruktur des neuen Free-to-Move-Stuhls - hier als ESP-Modell zur Förderung der Steh-Sitz-Dynamik. Abb.: Wilkhahn

Einrichtung

Das riesige Dach der hochmodernen Müllverbrennungsanlage Amager Ressource Center in Kopenhagen bietet wertvolle Freizeit- und Erholungsfläche. Quelle: Ehrhorn Hummerston

Dach

Wärmelandschaft Carbo e-Therm. Bild: FutureCarbon GmbH, MaxAlex – stock.adobe.com

Gebäudetechnik

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