19
Jan

Projekt LINK des Architekten Jo Klein

Bild: David von Becker

Projekte (d)

 

Schmale innerstädtische Grundstücke erfordern kluge Konzepte, um Wohnqualität und Rentabilität zu gewährleisten. Das beweist das aktuelle Projekt LINK des Architekten Jo Klein in der Belforter Straße 4, Berlin-Prenzlauer Berg. Nach einigen Jahren Planungs- und Bauzeit finalisiert er derzeit das minimalistische Wohnhaus mit vier Mietwohnungen und zwei Gewerbeeinheit.

architekt jo klein 02

Bilder: David von Becker

architekt jo klein 03

Auf einer Grundfläche von nur 4,80 Metern Breite, dafür aber 17 Metern Tiefe entstand das siebengeschossige Haus als Bindeglied zwischen der gründerzeitlichen Blockrandbebauung und einem ursprünglich offenen zurückversetzten 60er Jahre Wohnriegel. Wie vermittelt man zwischen zwei diametral gegeneinander stehenden städtebaulichen Visionen und fügt diese im Sinne der Nachverdichtung zusammen? Das Haus „LINK“ steht genau dafür. Mit seinem schwebenden monolithisch, kubischen Volumen in warmen Grau, setzt es in der Lücke an der Platzecke einen ruhigen, aber deutlichen Akzent. Im Erdgeschoss bleibt die alte Lücke durch den offen konzipierten Raum und die großzügigen Verglasungen erfahrbar.

architekt jo klein 04

Bilder: David von Becker

architekt jo klein 05

Das kleine Grundstück forderte eine extrem kompakte und effiziente Planung. So könnte das Treppenhaus kleiner nicht sein, es steht wie ein Pylon unter der schwebenden Architektur. Dank der effizienten Erschließung, großer Fensterflächen, Sichtachsen durch die Einheiten und fließender offener Grundrisse gewinnt das kleine Haus ein Großzügigkeit und Weitläufigkeit, statt eng zu wirken.

Modernität im Kontext zum historischen Berlin

Ganz bewusst entwarf Jo Klein ein konsequent modernes Haus im Kontext der Denkmäler des Wasserturmplatzes. Die Denkmäler würdigt Jo Klein, indem jede Einheit in der spannendsten Blickrichtung ein Panoramafenster erhielt. Diese meist über Eck geführten Fenster wurden innen mit einer Sitzbank ausgestattet und laden ein zum Verweilen und zum Genießen des berauschenden Blickes auf die historischen Türme des Platzes.

architekt jo klein 06

Bilder: David von Becker

architekt jo klein 07

Das Haus verfügt neben dem Gewerbe im Erdgeschoss über je eine Zweizimmereinheit pro Geschoss (OG 1-4) sowie über eine Fünf-Zimmer-Maisonette-Einheit im fünften und sechsten Obergeschoss. Ein weiteres Highlight des Projektes LINK ist die Aufdachterrasse der Dachgeschosswohnung. Der dort geplante und auf den Fernsehturm ausgerichtete schmale aber lange Pool ist noch nicht realisiert. „Das Konzipieren und Bauen eines Wohnhauses auf kleinstem Raum ist eine echte Herausforderung“, sagt Jo Klein. „Bei aller Enge alles zum Funktionieren zu bringen und gleichzeitig offene, möglichst weit wirkende Räume mit hoher Lebensqualität und Weitblick zu kreieren, erfordert ausgetüftelte Lösungen.

architekt jo klein 08

Bilder: David von Becker

architekt jo klein 09

„Wir arbeiten viel mit raumhohen Schiebetüren, offenen Raumecken und Kreisläufen, um gefangene Räume zu vermeiden“. Wir hätten auch gerne die hohen Räume noch höher realisiert, doch jede weitere Treppenstufe minimiert die Wohnfläche. So war jede Entscheidung in der Planung eine Abwägungsfrage – denn zu verschenken gab es nichts. Im Vergleich zu älteren Städten mit viel kleinteiligeren Parzellen sind wir das in Berlin gar nicht mehr gewohnt. ”Aber genau das hat großen Spaß gemacht“, erklärt Jo Klein.

architekt jo klein 10
Bilder: David von Becker

Nachverdichtung mit kluger Architektur

Dank des langen seitlichen Erkers über dem Nachbargrundstück konnte die Grundfläche ab dem 1, Obergeschoss aufwärts teils von 4,80 Meter auf 5,80 Metern verbreitert werden. Auch konnte die Stadt nach einigem Ringen von einem brauchbaren straßenseitigen Erker überzeugt werden. Diese beiden Maßnahmen waren fast spielentscheidend, da ohne diese Erweiterungen kaum vernünftige Grundrisse möglich gewesen wären und die Wirtschaftlichkeit eines so kleinen Hauses ohne diese Flächen fraglich erschienen wäre. So entstanden am Ende statt der ursprünglich angenommenen 350 Quadratmeter Wohn- und Gewerbeflächen fast 530 Quadratmeter. Worüber Bewohner und Bauherr sich freuen werden und der Architekt zu recht stolz ist. Insgesamt sieht Jo Klein das Haus auch als einen, wenn auch kleinen, Beitrag zur in Berlin dringend erforderlichen Nachverdichtung.

www.jokleinarch.com

 

Bilder: David von Becker


Bildquelle: Zehnder Group Deutschland GmbH, Lahr

Gebäudetechnik

Auf dem Handtuch-Grundstück positionierte Architektin Anja Engelshove das Gebäude an der hinteren Grundstücksgrenze im dicht bebauten Norden. So haben die Nutzer freien Blick in ihren Garten, in dem Logic Moon-Leuchten von Delta Light dezente Akzente setzen. Bildquelle: Arnd Haug für Delta Light

Beleuchtung

Das schwäbische Unternehmen LUX GLENDER hat ein „Licht-im-Handlauf-System“ entwickelt, dass die Brücke über den Walkegraben in Frankenberg (Eder) eindrucksvoll in Szene setzt. Bildquelle: lux-glender.com

Außenraum

Die von a+r Architekten geplante Neuapostolische Kirche Böblingen integriert sich mit ihrer charaktervollen Klinkerfassade harmonisch in das bauliche Umfeld und stellt Bezüge zu den umliegenden Gebäuden her. Foto: Marcus Ebener

Projekte (d)

Einladend und weitläufig ist das neue Arbeitsloft „M-Lab“ der Agentur Monsun Media in Bremen. Ein gutes akustisches Raumklima schaffen die dezent von der Decke abgehängten Rossoacoustic Pads der Nimbus Group. Foto: POPO Sitzmöbel und Stehschränke GmbH, Patrick Drescher

Innenausbau

Im Sinne der schützenswerten Architektur von Werner Kallmorgen übernahm Licht01 die vorhandenen Deckeneinbauringe soweit wie möglich. Die QR-CBCLampen wurden durch deckenbündig versenkbare LED-Multifunktionsstrahler mit Wechseloptiken und Wallwasher ersetzt. Bildquelle: Andreas Weiss

Projekte (d)

Das neu ausgebaute Dachgeschoss wird im Giebelbereich von geschickt unsichtbar montierten Underscore-Leuchten erhellt. Die Linearleuchten von iGuzzini betonen die Flächen und das Volumen des Giebels völlig schattenfrei und weiten den Raum nach oben auf. Bildquelle: David Franck, Stuttgart

Beleuchtung

Bildquelle: Mehmet & Kazim Akal und Kunstverein Friedrichshafen, Fotograf: Frank Kleinbach

Design Kunst

Bildquelle: Michael Tewes Photographie

Advertorials

Die Westseite des Museums hat eine neue Transparenz erhalten, die freie Sicht in den Museumsshop sowie das Café Kunstpause und vice versa gestattet. Energiesparende Palco-Low-Voltage-Strahler von iGuzzini tauchen den Shop in warmes Licht. Foto: Felix Löchner

Beleuchtung

Anzeige AZ-A3-600x300 R8

Anzeige AZ-GC1-728x250 GAS

Anzeige AZ-C1a-300x250 R8

Anzeige AZ-C1b-300x600 R8
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.