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Aug

Atelier Brückner: Szenografie 2, Der inszenierte Raum

Fachliteratur

„Szenografie versteht sich als eine Universaldisziplin, deren Anspruch multidisziplinär, integrativ und holistisch ist. Sie orchestriert Gestaltungsinstrumente wie Grafik, Licht, Sound oder Medien zu einem Gesamtkunstwerk. Szenografie ist die adäquate Gestaltungsphilosophie in der heutigen hybriden Realität, in der sich analoge und virtuelle Erfahrungen mischen.“ Prof. Uwe R. Brückner

Buch Szenografie 2 von Atelier BrücknerWie entwickelt man narrative Architekturen, erlebnisorientierte Ausstellungen und synästhetische Szenografien? Der Band „Szenografie 2“ gibt facettenreiche Einblicke in die Arbeitsweise des international tätigen Gestaltungsbüros Atelier Brückner (Stuttgart). Dies geschieht einerseits durch die Dokumentation von über 60 Projekten, die die Umsetzung der Ausstellungskonzepte von anhand der Parameter Inhalt, Objekt, Raum, Rezipient und Dramaturgie veranschaulichen. Dem Gründungspartner und Hauptautor des Buchs, Uwe R. Brückner, geht es jedoch jenseits der exemplarischen Darstellung der Arbeiten des Ateliers, vor allem auch um die Vermittlung einer Methodik dieser jungen Gestaltungsdisziplin. So wie der Besucher einer Ausstellung für Atelier Brückner nicht allein Zuschauer oder Konsument, sondern aktiver Protagonist eines räumlich-­‐ narrativen Erlebnisses ist. Mit „Szenografie 2“ wird ein „Navigationssystem“, ein „Werkzeugkasten“ der räumlichen Inszenierung vorgestellt, der Studierenden wie Praktizierenden eine konzeptuelle Struktur szenografischen Entwerfens an die Hand gibt.

Kernelement dieser Methodik ist die so genannte Creative Structure CS, die Brückner erstmals für die Ausstellung „Expedition Titanic“ in der Speicherstadt Hamburg 1997 entwickelte und anwandte. Inhalte (Storytelling) wurden hier in Form von Zitaten der auf der Titanic mitgefahrenen Protagonisten übermittelt, Objekte nicht als archäologische Fundstücke, sondern als Subjekte mit Erzählpotenzial (z.B. als „Raum der Stille“) inszeniert, Raum als Raumbild, als begehbare Bühne konzipiert und einzelne Gestaltungsinstrumente wie Licht und Klang integrativ synchronisiert. Der Besucher sollte sich als Passagier fühlen und den Parcours als Reise entlang einer Dramaturgie mit Spannungskurve erleben.

Zu den weiteren „Meilensteinen“ des Atelier Brückner gehören der Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt am Main, das BMW Museum in München und das Besucherzentrum des Europäischen Parlaments „Parlamentarium“ in Brüssel; die aktuellen Projekte reichen von der Sanierung der Wagenhallen Stuttgart bis zur Ausstellungsgestaltung des Grand Egyptian Museum in Gizeh.

 


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Fotos: Hackl Hofmann Landschaftsarchitekten

Außenraum

Models begrüßen die Besucher der Designers‘ Open. Foto: Tom Schulze

Menschen

Der Schinkelplatz wurde 1837 von Peter Joseph Lenné entworfen und ist nach dem preußischen Baumeister Karl Friedrich Schinkel benannt. Foto: Marcus Ebener

Fassade

Regionaltechniker Daniel Fecke

Unternehmen

Licht und Akustik spielen harmonisch zusammen. Die akustisch wirksamen Pads von Rossoacoustic setzen mit Farbe und Design Akzente an der Decke und nehmen Einfluss auf die gesamte Raumwirkung. Foto: Nikolaus Grünwald, Gerlingen

Einrichtung

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